Bund soll sparen: Kanzleramt warnt vor Stellenabbau
Der Bund soll sparen: Acht Prozent der Stellen stehen zur Disposition. Doch aus dem Kanzleramt kommt eine deutliche Warnung. Denn die Aufgaben werden weder weniger noch einfacher. Daniel Delhaes, Dietmar Neuerer 04.06.2026 - 10:30 Uhr
Bundeskanzleramt in Berlin: Die Warnung vor zu starkem Personalabbau kommt aus der Zentrale der Regierungsmacht. Foto: Michael Kappeler/dpa
Berlin. Der Alarm kam nicht aus dem Bundestag, nicht aus einem Ministerium oder einer Bundesbehörde, er kam per Post aus dem Bundeskanzleramt. „Unzureichende tarifliche Rahmenbedingungen“ führten aktuell schon zu „Schwierigkeiten bei der Nachbesetzung offener Stellen und erhöhter Fluktuation“, schrieb der Vorsitzende des Personalrates im Bundeskanzleramt darin.
Die prominenten Empfänger: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sowie die Spitzen des Deutschen Beamtenbundes und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.
Der Brief aus dem Kanzleramt, der dem Handelsblatt vorliegt, verweist auf ein grundsätzliches Problem der Bundesregierung: Sie will die Bundesverwaltung verschlanken, muss aber zugleich deren Arbeitsfähigkeit sichern. Schon heute fällt es vielen Behörden schwer, offene Stellen zu besetzen.





