Newsgather
Back|Niedersachsen: Hunderte warten auf Spenderorgan
Niedersachsen: Hunderte warten auf Spenderorgan
صحةAI
Die Zeit·4 sa önce·🇩🇪Germany·صحة

Niedersachsen: Hunderte warten auf Spenderorgan

1 dk okuma·%70 önem·238 kelime
#Organspende#Niedersachsen#Warteliste#Spenderorgane#Gesundheitsminister#AndreasPhilippi#Widerspruchslösung#Zustimmungslösung
D
Die Zeit
Yayıncı
حجم الخط

In Niedersachsen warten Hunderte Menschen auf ein Spenderorgan. Ende April standen 745 Menschen im Land auf den Wartelisten, benötigt wurden 766 Organe. Das geht aus aktuellen Zahlen hervor, die der Radiosender Antenne Niedersachsen vor dem Tag der Organspende angefragt hat. Demnach wurden bis Ende April in Niedersachsen nur 98 Organe gespendet – einige mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Gesundheitsminister: «Es gibt zu wenige Spenderorgane»

Gesundheitsminister Andreas Philippi sprach sich erneut für die Widerspruchslösung bei der Organspende aus. «Es gibt zu wenige Spenderorgane, obwohl ein Großteil der Bevölkerung zur Organspende bereit ist», sagte der SPD-Politiker zu Antenne Niedersachsen.

Mit der bisher geltenden Zustimmungslösung seien keine ausreichenden Fortschritte erzielt worden. «Jeder Tag, an dem es mehr Organspenden gibt, rettet Leben», sagte der Minister.

Bei der Widerspruchslösung könnten Organe nach dem Tod entnommen werden, wenn die verstorbene Person dem zu Lebzeiten nicht widersprochen hat. In Deutschland gilt bislang die Zustimmungslösung: Eine Organentnahme ist nur möglich, wenn die betroffene Person eingewilligt hat oder Angehörige in ihrem Sinne zustimmen.

Zahl der Spenderorgane reicht weiterhin nicht aus

Der Tag der Organspende findet als deutscher Aktionstag jedes Jahr am ersten Samstag im Juni statt. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation spendeten im vergangenen Jahr in Deutschland 985 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe. Dennoch reicht die Zahl der Spenderorgane weiterhin nicht aus, um allen Patienten auf den Wartelisten eine Transplantation zu ermöglichen.

This article was originally published by Die Zeit.

Related Stories