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430 Festnahmen bei Aktion gegen Gaza-Blockade
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Spiegel Ausland23.05.2026Welt1 dk okumaGermany

430 Festnahmen bei Aktion gegen Gaza-Blockade

Auf einen Blick

  • Israelische Spezialeinheiten nahmen rund 430 Aktivisten fest, die Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen wollten.
  • Die Aktivisten berichten von Misshandlungen, sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen, was Israel zurückweist.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Israelische Spezialeinheiten stoppten am Dienstag in internationalen Gewässern 50 Schiffe, die Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen wollten. Rund 430 Aktivisten wurden festgenommen und am Donnerstag abgeschoben.

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430 Festnahmen

Die Organisatoren der »Global Sumud Flotilla« schreiben bei Telegram: »Mindestens 15 Fälle sexueller Übergriffe, darunter Vergewaltigungen. Aus nächster Nähe mit Gummigeschossen beschossen. Dutzende Menschen erlitten ​Knochenbrüche.«

Die israelische Strafvollzugsbehörde wies die Anschuldigungen zurück. Die Vorwürfe lassen sich im Detail nicht überprüfen.

⁠Israelische Spezialeinheiten hatten am Dienstag in internationalen Gewässern 50 Schiffe gestoppt und rund 430 Aktivisten festgenommen. Diese wollten Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen. Die Aktivisten wurden am Donnerstag über die Türkei abgeschoben und zum Teil in ihre Heimatländer geflogen.

Blutergüsse am Rücken und an den Armen

Nach Angaben der Aktivisten fanden die Misshandlungen teils noch auf See, teils nach der Festnahme in Israel statt. In einem ‌von der Nachrichtenagentur Reuters verifizierten Instagram-Beitrag einer Aktivistengruppe zeigte der Franzose Adrien Jouen Blutergüsse am Rücken und an den Unterarmen.

»Wir wurden ‌entkleidet, zu Boden geworfen und getreten. Viele von uns wurden mit Elektroschockern traktiert, ​einige wurden sexuell missbraucht, und ‌einigen wurde der Zugang zu einem Anwalt verwehrt«, sagte der Italiener Luca Poggi, einer der Aktivisten, Reuters nach seiner Ankunft in Rom.

Israel sieht Vorwürfe als falsch an

Die australische Aktivistin Juliet Lamont sagte dem Sender CNN, sie sei an Bord eines israelischen Schiffes in einem Container von fünf Männern geschlagen und sexuell missbraucht worden.

Ein Sprecher der israelischen Strafvollzugsbehörde erklärte: »Die vorgebrachten Vorwürfe sind falsch und entbehren jeglicher sachlichen Grundlage.« Die Festgenommenen würden im Einklang ‌mit dem Gesetz festgehalten und medizinisch versorgt.

Offene Fragen

  • Können die Vorwürfe sexueller Übergriffe und Misshandlungen unabhängig überprüft werden?
  • Welche spezifischen Maßnahmen wird Israel ergreifen, um die Sicherheit der Aktivisten zu gewährleisten?
  • Welche diplomatischen Konsequenzen wird dieser Vorfall für Israel haben?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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