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Afrikanische und karibische Staaten fordern Reparationen für Sklavenhandel
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Die Zeit20.06.2026Welt2 dk okumaGermany

Afrikanische und karibische Staaten fordern Reparationen für Sklavenhandel

Auf einen Blick

  • Afrikanische und karibische Staaten verabschieden 19-Punkte-Plan für Reparationen, der formelle Entschuldigungen, Schuldenerlasse und Rückgabe von Kulturgütern fordert.
  • Die UN-Resolution wurde trotz Widerstands aus Europa und den USA angenommen.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Afrikanische und karibische Staaten fordern Reparationen von Ländern, die vom transatlantischen Sklavenhandel profitierten. Ein 19-Punkte-Plan wurde in Ghana verabschiedet.

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Afrikanische und karibische Staaten fordern formelle Entschuldigungen von Ländern, die vom transatlantischen Sklavenhandel profitiert haben, sowie Schuldenerlasse und finanzielle Entschädigungen.

Die Forderungen sind Teil eines 19-Punkte-Plans für Reparationen, der am Ende einer dreitägigen Konferenz in Ghana verabschiedet wurde. Ghanas Resolution bei den Vereinten Nationen, die den transatlantischen Sklavenhandel als das »schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit« anerkennt, wurde im März trotz des Widerstands Europas und der Vereinigten Staaten angenommen. Beide Regionen stehen historisch in enger Verbindung mit dem System des Menschenhandels, durch das Millionen Menschen gewaltsam aus ihren Heimatländern verschleppt wurden.

Der Plan wurde von der Afrikanischen Union (AU) und der Reparationskommission der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM) verabschiedet. Er nennt keine konkreten Länder, die sich entschuldigen sollen.

Schuldenerlasse und Rückgabe geraubter Kulturgüter

Gefordert werden die Einrichtung eines globalen Reparationsfonds, umfassende Schuldenerlasse und Reformen internationaler Finanzinstitutionen, um eine gerechtere Vertretung von Staaten des Globalen Südens sicherzustellen.

Außerdem fordert der Plan die Rückgabe geraubter Kulturgüter und sterblicher Überreste von Vorfahren, Finanzierungen für Klimagerechtigkeit sowie Maßnahmen zur Aufarbeitung der Grausamkeiten, die afrikanischen Frauen und Mädchen während der Sklaverei zugefügt wurden.

Darüber hinaus werden afrikanische Staaten aufgefordert, Menschen afrikanischer Herkunft in der Diaspora ein Rückkehrrecht und Wege zur Staatsbürgerschaft zu gewähren.

12,5 Millionen versklavte Menschen

Die UN-Resolution wurde im März mit 123 Stimmen angenommen. Die USA, Israel und 52 weitere Staaten – darunter Mitgliedsländer der Europäischen Union und Großbritannien – stimmten dagegen oder enthielten sich. Auch Deutschland entielt sich.

An der Konferenz nahmen Staats- und Regierungschefs aus Namibia, Liberia, Senegal, Barbados und São Tomé und Príncipe teil. Auch der Vizepräsident von Äquatorialguinea war anwesend.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Internationale Verhandlungen über Reparationszahlungen und Schuldenerlasse werden intensiviert.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wann und wie werden Entschuldigungen erfolgen?
  • Welche konkreten finanziellen Entschädigungen werden gefordert?
  • Wie wird die Rückgabe von Kulturgütern umgesetzt?

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This article was originally published by Die Zeit.

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