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Aldi Nord wächst 2025 deutlich schneller als Gesamtlebensmitteleinzelhandel
NACHRICHT
n-tv Wirtschaft29.04.2026Business1 dk okumaGermany

Aldi Nord wächst 2025 deutlich schneller als Gesamtlebensmitteleinzelhandel

Umsatzplus von 7,4% auf über 31 Mrd. Euro - Discounter profitiert von steigenden Lebensmittelpreisen und Preisbewusstsein der Verbraucher

Auf einen Blick

  • Aldi Nord steigerte den Umsatz 2025 um 7,4% auf mehr als 31 Milliarden Euro.
  • Der deutsche Markt wuchs um 5,9% - damit übertraf der Discounter den Gesamtlebensmitteleinzelhandel (3,4%).
  • Lebensmittelpreise liegen 37% über dem Niveau von 2020.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Lebensmittelpreise in Deutschland liegen 37% höher als 2020. Discounter profitieren vom veränderten Kaufverhalten: Verbraucher vergleichen Preise stärker, greifen häufiger zu Sonderangeboten und verzichten auf teure Marken.

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Der Discounter Aldi Nord hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr deutlich gesteigert. Die gruppenweiten Handelserlöse stiegen nach vorläufigen Ergebnissen um 7,4 Prozent auf mehr als 31 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Auf dem Heimatmarkt Deutschland verzeichnete Aldi Nord ein Plus von 5,9 Prozent. "2025 war ein starkes Jahr für Aldi Nord", sagte Finanzvorstand Marcus Droste. Planungen und Erwartungen seien übertroffen worden. Die Marktanteile seien in allen Ländern ausgebaut worden, die Kundenfrequenz sei gestiegen. Angaben zum Gewinn machte das Unternehmen auf Nachfrage nicht.

Aldi Nord wuchs damit stärker als der gesamte Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland. Dieser verzeichnete 2025 laut dem Statistischen Bundesamt ein Umsatzplus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aldi Nord betreibt nach eigenen Angaben 5526 Filialen in Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, Polen, Portugal und Spanien. Das Unternehmen beschäftigt europaweit mehr als 90.000 Menschen, etwa 40.000 davon in Deutschland. Hierzulande gibt es knapp 2200 Filialen, zweitgrößter Markt ist Frankreich mit 1337 Geschäften.

Lebensmittel sind in Deutschland in den vergangenen Jahren spürbar teurer geworden. Die Preise liegen laut Zahlen des Statistischen Bundesamts im Schnitt aktuell gut 37 Prozent höher als im Jahr 2020. Umfragen zufolge können Discounter davon ein Stück weit profitieren. 28 Prozent kaufen aufgrund der gestiegenen Lebensmittelpreise häufiger beim Discounter ein als noch vor ein oder zwei Jahren, wie eine YouGov-Befragung zeigt. 11 Prozent kaufen demnach seltener dort ein, 57 Prozent unverändert häufig. Das Meinungsforschungsinstitut hat am 21. April dieses Jahres 4261 Erwachsene in Deutschland repräsentativ befragt. Laut einer Auswertung des Handelsforschungsinstituts IFH Köln ist das Preisbewusstsein derzeit stark ausgeprägt. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher vergleichen beim Lebensmittelkauf stärker die Preise, greifen häufiger nach Sonderangeboten und verzichten auf teure Marken.

Offene Fragen

  • Wie entwickelt sich der Gewinn von Aldi Nord?
  • Wie wird Aldi Nord auf steigende Lieferkosten reagieren?
  • Welche Auswirkungen hat die Expansion auf die Filialrentabilität?

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This article was originally published by n-tv Wirtschaft.

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