Andrea Orcel und sein umstrittener Führungsstil bei der Commerzbank
Auf einen Blick
UniCredit-Chef Andrea Orcel äußert sich im Interview über Parallelen zwischen seinen Sportarten und seinem Managementstil, während er die Commerzbank und die Bundesregierung herausfordert.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Andrea Orcel steuert mit UniCredit Bestrebungen bezüglich der Commerzbank, was auf Widerstand der Bundesregierung stieß.
Düsseldorf. Andrea Orcel kann herzlich einnehmend lachen, wenn man ihn amüsiert. Er hat sich an einem Nachmittag Mitte Juli aus seinem Büro in Mailand in die Videokonferenz geschaltet, trägt eine rote Krawatte zum blassblauen Hemd, wie immer – und ist sehr belustigt: Eine halbe Minute lacht er, kringelt sich fast in seinem Stuhl. Dabei lag die Frage doch nahe, welcher Journalist würde sie sich dieser Tage entgehen lassen: Was hat sein Managementstil mit den Sportarten zu tun, die er favorisiert?
Der Banker fängt sich, sagt, fürs Protokoll, da gebe es „nicht viele Parallelen“, er gehe diesen Sportarten nach, „weil ich in meiner Freizeit wirklich von der Arbeit abschalten möchte“. Beim Wasserskifahren oder Boxen gelinge ihm das besonders gut, weil er sich „vollständig auf das konzentrieren“ müsse, „was ich gerade tue“. Andernfalls riskiere er, zu stürzen – oder „einen Treffer meines Gegners“ zu kassieren.
Orcel boxt also. Na klar. Teilt gerne aus. Runde für Runde. Bis der Gegner angezählt ist. Er seine Siegerfaust ballen kann. So stellt man es sich jedenfalls vor: Orcel hat die Commerzbank durch den Ring gejagt und niedergerungen, das Geldinstitut, das sich lange wehrte, und die Bundesregierung gleich mit, die seine Rauflust, seinen Kampfesmut unterschätzt haben.
Offene Fragen
- Wie wird sich die Bundesregierung weiter positionieren?
- Welche konkreten Schritte plant Orcel als Nächstes?







