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Anlagebetrüger geständig: 52-Jähriger betrog 70 Anleger um 583.000 Euro
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Die Zeit17.06.2026Crime2 dk okumaGermany

Anlagebetrüger geständig: 52-Jähriger betrog 70 Anleger um 583.000 Euro

Prozessauftakt im Frankfurter Landgericht: Angeklagter lebte von dem Geld auf großem Fuß

Auf einen Blick

  • Ein 52-jähriger Anlagebetrüger hat im Frankfurter Landgericht die Taten gestanden.
  • Er betrog 70 Anleger um 583.000 Euro mit einer nachhaltigen Investition in ein Waldgebiet.
  • Der Angeklagte lebte von dem Geld auf großem Fuß und investierte in teure Autos und Uhren.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Der Anlagebetrüger hatte eine Genossenschaft gegründet, um Anleger für eine nachhaltige Waldinvestition zu gewinnen.

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Ein lange von den deutschen Behörden gesuchter Anlagebetrüger hat beim Prozessauftakt im Frankfurter Landgericht die Taten gestanden. Er habe von dem Geld auf großem Fuß gelebt und unter anderem teure Autos sowie Uhren gekauft, sagte der 52-Jährige. Die Anklage wegen gewerbsmäßigen Betrugs zufolge hatte er unter anderem die Genossenschaft «Baum Arche» gegründet, mit der er für eine nachhaltige Investition in ein Waldgebiet im Landkreis Havelland geworben und hierfür eine hohe Rendite versprochen hatte. Innerhalb weniger Monate (März bis Juli 2022) fand er mit Hilfe von Finanzvermittlern 70 Anleger in ganz Deutschland, die insgesamt 583.000 Euro investierten. Ende Juli 2022 flüchtete er vor den Ermittlungsbehörden nach Italien, rund zwei Jahre später konnte er festgenommen werden. Der Mann gestand, dass er möglichst viel Geld in kurzer Zeit habe verdienen wollen. Er habe sich für grüne Anlagen entschieden, da diese im Trend gelegen hätten. Um Anleger und Finanzvermittler zu täuschen, habe er unter anderem eine Satzung, eine Homepage und Broschüren erstellt. Ein grünes Zertifikat für die angebliche Investition in ein Waldgebiet erwarb er bei einem Unternehmen, das diese Zertifikate laut Angaben der Richterin der Großen Wirtschaftsstrafkammer ohne Prüfung verkaufte. Zudem erfand er für den Mailkontakt mit Geschäftspartnern eine fiktive Mitarbeiterin. Mehrere Finanzvermittler berichteten in ihren Zeugenaussagen, der Angeklagte habe einen hervorragenden Eindruck gemacht. So war die Rede etwa von «tollen Präsentationen» und einer «interessanten Anlage mit einer tollen Story». Mindestens einem Finanzvermittler soll der Mann zudem eine hohe Provision versprochen haben. Zudem soll er auch gegenüber seiner damaligen Lebensgefährtin angegeben haben, einen Doktortitel zu tragen. Auch habe er für sie einen falschen Namen erfunden, unter dem sie als seine Assistentin habe auftreten sollen. Der Mann ist mehrfach vorbestraft. Zuletzt verurteilte ihn das Frankfurter Landgericht im Frühjahr 2025 unter anderem wegen Geldwäsche zu einer Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten. Der Prozess wird fortgesetzt. Anfang Juli soll das Urteil verkündet werden.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Urteil im Juli 2025

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

Offene Fragen

  • Wie konnte der Betrug so lange unentdeckt bleiben?

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This article was originally published by Die Zeit.

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