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Anleger ziehen Geld aus Partners Group Fonds ab
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Anleger ziehen Geld aus Partners Group Fonds ab

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#PartnersGroup#PrivateEquity#assetmanagement#investmentfunds#Blackstone#KKR#TPG#AresManagement
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Yayıncı
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Zürich, Frankfurt. Anleger wollen in großem Stil Geld aus außerbörslichen Anlagen abziehen. Das setzt den Schweizer Vermögensverwalter Partners Group unter Druck. Am Donnerstag teilte das Unternehmen mit, dass Investoren aus einem zweiten Milliardenfonds entsprechende Schritte planen. Bei einem in den USA aufgelegten 16-Milliarden-Dollar-Vehikel sieht sich Partners Group mit Rücknahmeanträgen im Umfang von sechs Prozent des Fondsvolumens konfrontiert.

Zwei mit der Situation vertrauten Personen zufolge steht die Gesellschaft kurz davor, die Rückzahlungen zu begrenzen. Partners Group erklärte, das genaue Volumen der Rücknahmen werde bis Ende Juli bestimmt.

Bereits am Mittwoch hatte die Gesellschaft die Rücknahme von Anteilen bei einem europäischen Fonds eingeschränkt. Dabei geht es um den 8,6 Milliarden Dollar schweren „Partners Group Global Value Sicav“-Fonds.

Bei dem Fonds erreichten die Rückzugsanträge für das zweite Quartal rund 9,8 Prozent des Fondswerts. Da der Fonds eine vertragliche Liquiditätsgrenze von fünf Prozent pro Quartal vorsieht, also nur ein begrenzter Teil des Kapitals gleichzeitig ausgezahlt werden darf, werde diese nun angewendet, um die Auszahlungen zu begrenzen, erklärte Partners Group.

Partners Group gilt als einer der Vorreiter beim Vertrieb von Private-Equity-Anlagen an vermögende Privatleute. Dabei handelt es sich um sogenannte außerbörsliche Anlagen, die nicht an der Börse gehandelt werden und bei denen Kapital oft langfristig gebunden ist. Inzwischen bieten etliche Finanzinvestoren entsprechende Produkte für vermögende Anlegerinnen und Anleger an. Auch die Deutsche-Bank-Fondstocher DWS arbeitet bei einem neuen Privatmarktfonds mit der Partners Group zusammen.

Typischerweise stecken sonst institutionelle Investoren wie Pensionsfonds, Versicherer und Stiftungen Geld in Fonds von Finanzinvestoren. Meist geht es dabei um geschlossene Fonds. Produkte für Privatleute sind aber so konstruiert, dass die Kunden regelmäßig – einmal im Jahr oder alle paar Monate – Geld abziehen können.

Die Aktie der Partners Group war am Mittwoch um knapp 17 Prozent eingebrochen. Am Donnerstag erholte sie sich etwas und notierte bis zum Nachmittag fast fünf Prozent im Plus.

Auch die Kurse anderer börsennotierter Private-Equity-Gesellschaften rutschten ab. So gaben die Aktien europäischer Konkurrenten wie EQT, CVC Capital Partners und Bridgepoint am Mittwoch ebenfalls deutlich nach. Donnerstag legten die Kurse wieder leicht zu.

Eine ähnliche Bewegung gab es bei Aktien der amerikanischen Finanzinvestoren Blackstone, KKR, TPG und Ares Management. Die Titel legten jeweils kurz nach Börsenstart in den USA allerdings stärker zu.

Zuvor war bekannt geworden, dass Blackstone die Anteilsrücknahmen aus seinem großen Private‑Credit‑Fonds erstmals begrenzt. Anleger hatten versucht, zehn Prozent der Anteile abzuziehen. Der Fonds umfasst insgesamt 79 Milliarden Dollar.

Im vergangenen Quartal hatte der Fonds Anlegern erlaubt, fast acht Prozent der Mittel abzuziehen. Zuvor hatte die Firma sogar Führungskräfte gebeten, mit eigenem Geld bei der Finanzierung der Rücknahmen zu helfen.

Partners Group bestätigte indes die Wachstumsprognose. So rechnet das Unternehmen aus Zug 2026 mit frischen Mitteln von brutto 26 bis 32 Milliarden Dollar. Bei den sogenannten Evergreen-Produkten, die im Gegensatz zu klassischen geschlossenen Private-Equity-Fonds regelmäßige Rückgaben ermöglichen, erwarte die Firma für das erste Halbjahr 2026, dass die Neugelder die Abflüsse übersteigen.

Für das zweite Halbjahr 2026 rechne das Unternehmen jedoch damit, dass das Wachstum des verwalteten Vermögens durch die Entwicklungen bei den Evergreen-Fonds um ein bis zwei Prozent gebremst werden könnte. Ein ähnlicher Effekt werde für das Gesamtjahr 2027 erwartet.

Für drei weitere Fonds, in die vor allem institutionelle Anleger insgesamt 9,7 Milliarden Dollar investiert haben, geht Partners Group im zweiten Quartal von Rückgaben zwischen 3,5 und fünf Prozent aus. Rund 80 Prozent des verwalteten Vermögens von Partners Group stammen von institutionellen Investoren, während 20 Prozent auf Privatkunden entfallen. Partners Group verwaltet insgesamt rund 185 Milliarden Dollar.

Sie sorgen sich wegen undurchsichtiger Bewertungen, laxer Kreditvergabestandards und der Frage, wie Softwareunternehmen, die viel Kapital erhalten haben, die Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz bewältigen. Die Nachrichten von Partners Group sind nun ein Hinweis, dass vermögende Privatanleger beginnen könnten, Private-Equity-Fonds mit spitzen Fingern anzufassen.

This article was originally published by Handelsblatt.

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