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Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt leicht im Juni
NACHRICHT
Tagesschau Wirtschaft30.06.2026Labor1 dk okumaGermany

Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt leicht im Juni

Auf einen Blick

  • Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Juni leicht gesunken, mit 2,936 Millionen Arbeitslosen und einer Quote von 6,2 Prozent.
  • Die Bundesagentur für Arbeit sieht kaum Veränderungen, während die Zahl der Bürgergeldempfänger abnimmt und der Ausbildungsmarkt Lücken aufweist.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Juni leicht gesunken, aber der Arbeitsmarkt zeigt insgesamt kaum Veränderungen und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung setzt ihren leichten Abwärtstrend fort.

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Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni im Vergleich zum Juli um 15.000 auf 2,936 Millionen gesunken. Die Arbeitslosenquote sank im gleichen Zeitraum um 0,1 Punkte auf 6,2 Prozent, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit. Im Vergleich zum Juni 2025 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 22.000.

Die Unterbeschäftigung, die auch Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen erfasst, lag mit 3,6 Millionen Menschen um 19.000 höher als vor einem Jahr.

"Am Arbeitsmarkt ist kaum Veränderung zu sehen. Die Arbeitslosigkeit sinkt nur wenig und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung setzt ihre leichte Abwärtstendenz fort", sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Andrea Nahles.

Zahl der Bürgergeldempfänger nimmt ab

Arbeitslosengeld erhielten im Juni der BA zufolge 1,052 Millionen Menschen, das sind 90.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldempfänger belief sich demnach im Juni auf 3,804 Millionen. Das sind 104.000 weniger als vor einem Jahr.

Bürgergeld erhalten unter anderem auch Beschäftigte, wenn sie einen nur geringen Arbeitslohn erhalten und aufstocken müssen, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Insgesamt waren 7,0 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen im erwerbsfähigen Alter auf Hilfeleistungen angewiesen.

Lücken auf dem Ausbildungsmarkt

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich den Angaben der Bundesagentur zufolge auf niedrigem Niveau weiter stabilisiert. Im Juni waren bei den Arbeitsagenturen 648.000 offene Stellen gemeldet. Das sind 16.000 mehr als vor einem Jahr. Nach Angaben von Arbeitsmarktforschern schlägt die Demografie inzwischen auf den regionalen Arbeitsmärkten voll durch. Es gehen viele Beschäftigte der sogenannten Boomer-Jahrgänge in Rente, zu wenig passender Nachwuchs kommt nach.

Bei der Berufsausbildung klaffen weiterhin Lücken. Seit Oktober 2025 hätten sich bei den Arbeitsagenturen 400.000 junge Leute gemeldet, ein Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Gleichzeitig wurden 409.000 Lehrstellen gemeldet. 181.000 hatten bis Juni noch keine Stelle oder eine Alternative zu einem Ausbildungsplatz gefunden. Der Ausbildungsmarkt ist jedoch über die Sommermonate noch stark in Bewegung.

Offene Fragen

  • Wie wird sich die demografische Entwicklung weiter auf den Arbeitsmarkt auswirken?
  • Welche konkreten Maßnahmen werden ergriffen, um die Lücken auf dem Ausbildungsmarkt zu schließen?
  • Wie entwickeln sich die Zahlen der Bürgergeldempfänger in den kommenden Monaten?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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