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BackArmutsquote in Deutschland erreicht Höchstwert
Armutsquote in Deutschland erreicht Höchstwert
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Die Zeit02.06.2026Politik3 dk okumaGermany

Armutsquote in Deutschland erreicht Höchstwert

Auf einen Blick

  • Die Armutsquote in Deutschland ist auf 16,1% gestiegen, was 13,34 Millionen Menschen betrifft.
  • Alleinerziehende, Alleinlebende, junge Erwachsene und Senioren sind besonders betroffen.
  • Der Paritätische Gesamtverband fordert die Bundesregierung auf, Sozialleistungen auszuweiten und Kürzungen zu vermeiden.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die Armutsquote in Deutschland hat einen Höchstwert erreicht, laut dem Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands. Die Zahlen basieren auf Daten des Statistischen Bundesamts und zeigen eine Zunahme von über 1,2 Millionen armutsgefährdeten Menschen im Vergleich zum Vorjahr.

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Die Armutsquote in Deutschland hat einen Höchstwert erreicht. Das geht aus dem Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands hervor.

Der Hauptgeschäftsführer Joachim Rock sprach von einer »krisenhaften Situation« und warnte die Bundesregierung vor Kürzungen bei Sozialleistungen. Im Deutschlandfunk sagte er, zusätzliche Einsparungen würden die Lage weiter verschärfen. Besonders besorgniserregend sei, dass die Armutsquote nun bereits im zweiten Jahr in Folge deutlich zugenommen habe.

Besonders häufig von Armut betroffen sind demnach nach wie vor Alleinerziehende sowie Menschen, die allein leben. Auch junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren und Menschen ab 65 Jahren weisen ein überdurchschnittlich hohes Armutsrisiko auf. Das grundlegende Profil der von Armut betroffenen Bevölkerungsgruppen habe sich in den vergangenen Jahren kaum verändert, heißt es im Armutsbericht.

Der Verband berief sich auf Zahlen des Statistischen Bundesamts. Demnach waren im vergangenen Jahr rund 13,34 Millionen Menschen betroffen. Das entspricht 16,1 Prozent der Bevölkerung und ist der höchste Wert seit 2020. Im Vergleich zum Jahr 2023 stieg die Zahl der armutsgefährdeten Menschen um mehr als 1,2 Millionen. Der Paritätische wies darauf hin, dass die Zahlen vor und nach 2020 nur eingeschränkt vergleichbar seien, da die Datenerhebung inzwischen nach einer anderen Methode erfolge.

»Ein trauriger Rekord«

Als arm gilt nach der in der Europäischen Union üblichen Definition, wer in einem Haushalt lebt, dessen verfügbares Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens aller Haushalte in Deutschland beträgt. Für einen allein lebenden Menschen lag diese Armutsgrenze im Jahr 2025 bei 1.445 Euro netto im Monat. In die Berechnung fließen neben Löhnen und Gehältern auch staatliche Leistungen wie Wohngeld, Kindergeld oder andere Sozialleistungen ein.

Der Verband sprach von einem »traurigen Rekord«. Insgesamt zeige die Entwicklung, dass Armut insbesondere dort zunehme, wo strukturelle Benachteiligungen bestünden, erläuterten die Autoren des Verbands. »Etwa bei geringer Bildung oder eingeschränktem Zugang zum Arbeitsmarkt.« Vier von fünf Betroffenen sind demnach nicht erwerbstätig. 70 Prozent der Betroffenen haben laut Armutsbericht die deutsche, 30 Prozent keine deutsche Staatsangehörigkeit.

Regionale Unterschiede

Die Unterschiede zwischen den Regionen in Deutschland sind deutlich. In wirtschaftlich starken Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg ist der Anteil der von Armut betroffenen Menschen am niedrigsten. Dort liegt er bei 12,6 Prozent beziehungsweise 13,2 Prozent. Deutlich höher ist der Anteil in anderen Regionen. Besonders betroffen sind Bremen mit 27,5 Prozent sowie Sachsen-Anhalt mit 21,3 Prozent. Auch in den Stadtstaaten Hamburg mit 18,9 Prozent und Berlin mit 18,7 Prozent ist die Quote vergleichsweise hoch.

Der Paritätische forderte ein Ausweiten sozialpolitischer Leistungen. Die Regierung müsse eine Politik machen, »die Armut bekämpft statt verwaltet«, sagte Rock. Ständig neue Kürzungen zu diskutieren, schüre hingegen Angst und Unsicherheit und spiele »Populisten und Extremisten in die Hände«.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Die Bundesregierung wird unter Druck geraten, ihre Sozialpolitik zu überdenken und Kürzungen zu vermeiden.

    Sehr wahrscheinlich · Mittelfristig

  • Die Armutsquote wird weiter steigen, wenn keine gegensteuernden Maßnahmen ergriffen werden.

    Wahrscheinlich · Mittelfristig

Offene Fragen

  • Welche spezifischen Kürzungen bei Sozialleistungen plant die Bundesregierung?
  • Welche strukturellen Maßnahmen könnten die Armut langfristig bekämpfen?
  • Wie wird sich die Armutsquote in den kommenden Jahren entwickeln?
  • Welche Auswirkungen hat die Armut auf die psychische Gesundheit der Betroffenen?

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This article was originally published by Die Zeit.

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