Asiatische Märkte optimistisch – Nikkei nähert sich Rekord
Auf einen Blick
- Der japanische Leitindex Nikkei zeigt sich optimistisch und nähert sich seinem Rekordhoch.
- Anleger blicken gespannt auf die US-Zinspolitik unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh.
- Ölpreise fallen angesichts erwarteter Lockerung von Sanktionen gegen Iran.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Der japanische Leitindex Nikkei nähert sich seinem Rekordhoch. Anleger blicken auf Impulse aus den USA bezüglich der Zinspolitik und auf mögliche Sanktionslockerungen gegen Iran, die die Ölpreise beeinflussen könnten.
Der japanische Leitindex nähert sich seinem Rekord vom Wochenanfang von 70.000 Punkten. Getrieben werden die Märkte allerdings nicht von Impulsen aus Asien. 17.06.2026 - 06:46 Uhr Artikel anhören
Handelstafel vom Nikkei: Der Index erreichte zuletzt einen Rekord. Foto: REUTERS
Berlin. Die Stimmung an den Märkten in Asien bleibt auch zur Wochenmitte optimistisch. Dabei blicken Anleger und Anlegerinnen allerdings auf Impulse aus einem anderen Land.
An der Tokioter Börse machte der japanische Leitindex Nikkei anfängliche Verluste wett und stieg um 0,6 Prozent auf 69.823 Punkte. Damit nähert sich die Börse dem Rekord vom gestrigen Dienstag von 70.000 Punkten.
Der breiter gefasste Topix legte um 0,8 Prozent auf 4024 Zähler zu.
Die Börsen in Hongkong und Shanghai zeigten sich dagegen kaum verändert.
Die Marktbreite in Tokio blieb unterdessen solide: Im Nikkei standen 155 Gewinnern lediglich 68 Verlierer gegenüber. Unterstützung kam von vielen KI-Werten, die den Leitindex zuletzt angetrieben hatten. Die Papiere des Chip-Prüfgeräteherstellers Lasertec sprangen um 13,7 Prozent nach oben. Die Aktien des Elektronikbauteile-Produzenten Murata Manufacturing gewannen 4,6 Prozent.
Zu den größten Verlierern zählte dagegen der Technologieinvestor SoftBank Group mit einem Minus von drei Prozent. Ebenfalls unter Druck standen die Papiere der Reederei Nippon Yusen, die 2,5 Prozent nachgaben.
Blick auf US-Zinssetzung
Vor der ersten Zinssitzung unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh tritt der Dollar nahezu auf der Stelle. Anleger beobachten vor allem, wie Warsh den Spagat zwischen dem Druck der Märkte auf einen strafferen geldpolitischen Kurs und dem Wunsch des US-Präsidenten nach niedrigeren Zinsen meistert. „Wir gehen davon aus, dass Warsh die Bedeutung des geldpolitischen Ausblicks relativieren wird“, teilte der Vermögensverwalter Pictet Wealth Management mit.
Stattdessen dürfte er mit Blick auf Leitzinsen und Inflation zur Geduld mahnen. Das wäre gemessen an den Markterwartungen ein Signal für einen eher lockeren geldpolitischen Kurs. Eine Änderung des Leitzinses gilt derzeit als unwahrscheinlich. Investoren blicken deshalb vor allem auf die Pressekonferenz und die neuen Zinsprognosen. Erwartet werden Hinweise auf den künftigen Kurs der US-Notenbank: eher expansiv oder restriktiv.
USA
Investoren fordern Fed-Chef Kevin Warsh bei seiner Premiere heraus
Der US-Standardwerteindex Dow Jones hatte sich am Dienstag mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 51.999 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500 verlor 0,6 Prozent auf 7.511 Zähler, und der technologielastige Nasdaq gab 1,2 Prozent auf 26.376 Stellen nach.
Devisen
Der Dollar gewann im asiatischen Devisenhandel geringfügig auf 160,33 Yen und legte leicht auf 6,7560 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,7920 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1612 Dollar und zog leicht auf 0,9199 Franken an.
Ölpreise
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Einem hochrangigen US-Regierungsvertreter zufolge werden die USA als Teil des Abkommens zur Beendigung des Krieges die Sanktionen gegen iranisches Öl aufheben. Damit könnten Millionen Barrel zusätzlich auf den Markt kommen. „
Die Märkte scheinen eine recht hohe Wahrscheinlichkeit einzupreisen, dass sich die Ölströme durch die Straße von Hormus vollständig normalisieren“, sagte HSBC-Expertin Kim Fustier. Die Bank gehe jedoch davon aus, dass dies nicht vor Ende September der Fall sein werde. Offiziell bestätigt sind bislang nur wenige Details des für Freitag geplanten Abkommens. Die dreimonatige Blockade der Meerenge hat die Ölvorräte schrumpfen lassen. Die US-Rohölvorräte fielen auf den niedrigsten Stand seit 1983.
Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im August rutschte unter die Marke von 80 Dollar und wurde bei 79 Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt. Damit fiel sie auf den tiefsten Stand seit Beginn des Konflikts zwischen den USA und dem Iran im März. Die US-Sorte WTI notierte kaum verändert bei 76,08 Dollar.
Mehr: Japans Notenbank hebt Leitzins auf höchsten Stand seit 31 Jahren an
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Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Fed wird zur Geduld mahnen, Leitzinsänderung unwahrscheinlich.
Wahrscheinlich · Kurzfristig
Ölströme durch Straße von Hormus normalisieren sich bis Ende September.
Wahrscheinlich · Mittelfristig
Offene Fragen
- Wie wird die Fed auf Markterwartungen und Präsidentenwünsche reagieren?
- Wann genau werden Sanktionen gegen iranisches Öl aufgehoben?
- Wie stark werden die Ölpreise nach einer Normalisierung der Ströme sinken?






