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Atommüll-Transport in NRW fortgesetzt: Weiterer Castor-Behälter unterwegs
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Atommüll-Transport in NRW fortgesetzt: Weiterer Castor-Behälter unterwegs

Auf einen Blick

  • Ein weiterer Castor-Behälter mit Atommüll wird von Jülich nach Ahaus transportiert.
  • Autofahrer müssen mit Sperrungen rechnen.
  • Es ist der fünfte Transport dieser Art in NRW, begleitet von Protesten und einem Großeinsatz der Polizei.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die Serie von Atommüll-Transporten quer durch Nordrhein-Westfalen wird fortgesetzt, da das Zwischenlager in Jülich wegen mangelnder Erdbebensicherheit geräumt werden muss. Insgesamt 152 Castor-Behälter sollen nach Ahaus gebracht werden.

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Die Serie von Atommüll-Transporten quer durch Nordrhein-Westfalen wird fortgesetzt. Ein weiterer Spezialbehälter ist von Jülich nach Ahaus unterwegs. Für Autofahrer kann das Folgen haben. 07.07.2026 - 22:05 Uhr Quelle: dpa Artikel anhören

Ein Schwerlasttransporter verlässt mit einem Castor-Behälter den Standort Jülich. (Archivbild) Foto: Christoph Reichwein/dpa

Jülich/Ahaus. Wegen eines weiteren Atommüll-Transportes müssen Autofahrer auf Autobahnabschnitten im Rheinland und im Münsterland aktuell mit Sperrungen rechnen. Ein Castor-Behälter mit hoch radioaktiver Altlast wird derzeit mit einem Schwerlasttransporter aus dem ehemaligen Forschungsreaktor Jülich ins Zwischenlager Ahaus gebracht, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Es ist der fünfte Castor seit dem Start der Transporte quer durch NRW seit Ende März.

Der Transport findet in einem Konvoi von Fahrzeugen statt. Die Polizei schützt die unangekündigte Aktion mit schätzungsweise Hunderten Beamten auf der Strecke sowie am Start- und Zielpunkt. Die Fahrtroute und Alternativstrecken werden aus Sicherheitsgründen nicht bekanntgegeben. Die Polizei sperrt dann jeweils Autobahnabschnitte während der Durchfahrt des Transports. Für die etwa 170 Kilometer lange Route werden etwa vier Stunden benötigt.

Erneute Proteste – bislang keine Zwischenfälle

Wie bei den vergangenen Transporten waren auch diesmal an mehreren Stellen Proteste gegen die Verlagerung des hoch radioaktiven Atommülls angekündigt worden. Das Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ veranstaltet in Jülich eine Mahnwache, die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ eine weitere in Ahaus. Bislang seien alle Teilnehmer friedlich und es habe keine Probleme gegeben, sagte der Polizeisprecher am Abend.

Zuvor waren bereits die ersten vier nächtlichen Transporte von jeweils einem Castor-Behälter quer durch NRW in den vergangenen Wochen ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Polizei begleitete sie jeweils mit einem Großaufgebot.

Die Transporte nach Ahaus könnten sich länger hinziehen als geplant. Das Transportunternehmen Orano habe die Verlängerung der Transportgenehmigung um ein Jahr bis August 2028 beantragt, sagte ein Sprecher der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen. Sie ist die Auftraggeberin der Transporte. Zuvor hatte der WDR darüber berichtet.

152 Castor-Behälter müssen nach Ahaus

In den Behältern werden insgesamt gut 288.000 tennisballgroße Brennelemente aus dem Versuchsreaktor transportiert. Der Reaktor war ein Kugelhaufen-Hochtemperaturreaktor. Die Anlage war von 1967 bis 1988 in Betrieb.

Die Brennstoffe in den Kugeln geben weiterhin radioaktive Strahlung ab und wären außerhalb der Behälter hochgefährlich. In jeden Behälter passen maximal 1.900 Kugeln, die insgesamt rund zwei Kilogramm Brennstoff enthalten. Ein beladener Castor-Behälter wiegt rund 27 Tonnen, ein Sattelzug mitsamt einem vollen Behälter knapp 130 Tonnen.

Insgesamt sollen 152 Castor-Behälter nach Ahaus gebracht werden. Hintergrund ist eine Anordnung der NRW-Atomaufsicht, das Zwischenlager in Jülich zu räumen, weil dort eine Erdbebensicherheit nicht nachgewiesen werden konnte. Bei dem Transport durch Nordrhein-Westfalen handelt es sich in der Summe um einen der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten.

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Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Antrag auf Verlängerung der Transportgenehmigung um ein Jahr bis August 2028.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wann genau werden die restlichen Transporte stattfinden?
  • Welche langfristigen Auswirkungen haben die Transporte auf die Umwelt?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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