Bauernverband warnt vor Ertragseinbußen durch Hitze und Trockenheit
Anhaltende Hitze und Trockenheit führen in der Landwirtschaft zu massiven Problemen, Ernteausfällen und Futterknappheit. Bauernpräsident Rukwied fordert staatliche Soforthilfen.
Auf einen Blick
- Wegen anhaltender Hitze und Trockenheit drohen in Deutschland erhebliche Ertragseinbußen und Futterknappheit.
- Bauernpräsident Joachim Rukwied warnt vor einer brutal angespannten Wirtschaftslage und fordert staatliche Soforthilfen.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Anhaltende Hitze und Trockenheit in Deutschland belasten die Landwirtschaft schwer.
»Für die Herbstkulturen zeichnet sich in der Tendenz ab, dass wir auch hier mit erheblichen Ertragseinbußen rechnen müssen«, sagte Rukwied. Das gilt für Kartoffeln, Gemüse und Zuckerrüben, aber auch für Körnermais und Sojabohnen. »In südlichen Teilen Deutschlands könnte das bis zum totalen Ertragsausfall gehen«, sagte der Verbandspräsident.
Futtermangel bringt Höfe in Geldnot
Etwas besser ist es demnach in nördlichen Regionen, wo es immer wieder etwas geregnet hat. Dort sähen die Bestände noch akzeptabel aus, sagte Rukwied. In der Tendenz werde es aber auch da unterdurchschnittliche Ernten geben. Und nicht nur das: »Was insgesamt und vor allem in Süddeutschland gerade ein Problem wird, ist, dass kein Futter mehr nachwächst.«
Die anhaltende Hitze und Trockenheit lassen in mehreren Bundesländern – vor allem im Süden – die Futterbestände einbrechen und zwingen manche Landwirte, Tiere früher als geplant schlachten zu lassen.
Die Belastungen seien immens, sagte Rukwied. »Ich kenne Kollegen, die ihre Pflanzenschutz- und Düngemittelrechnungen nicht mehr bezahlen können und zur Bank gehen müssen.« Die Nachfrage nach Liquiditäts- und Überbrückungsdarlehen sei hoch: »Die ökonomische Situation der Landwirtschaft ist brutal angespannt – auf der einen Seite hohe Kosten bei Betriebsmitteln und auf der anderen Seite niedrige Preise für landwirtschaftliche Produkte.«
Bauern fordern Staatshilfe
Nötig sei jetzt die Unterstützung der Politik, etwa eine Erhöhung der EU-Düngemittelbeihilfe von 60 auf 180 Millionen Euro sowie das Vorziehen der Auszahlung von 80 Prozent der EU-Direkthilfen an die Bauern auf Oktober, sagte Rukwied im Fernsehsender Phoenix. »Dritte Sofortmaßnahme wäre, die Steuern auf Diesel deutlich zu senken bis mindestens Ende November. Das würde den Bauern kurzfristig helfen und Entlastung bringen.«
Zusätzlich pochte the Bauernpräsident auf die Umsetzung des Koalitionsvertrags der Bundesregierung im Agrarbereich: »Was politisch wichtig ist, ist, dass man eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage einführt.« So könne für schwierige Jahre ein finanzielles Polster geschaffen werden. Die Landwirtschaft stelle sich bereits seit vielen Jahren auf die Klimaveränderungen ein. Jetzt benötige man rasch hitzebeständigere und widerstandsfähigere Sorten beim Anbau, so Rukwied.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Erhöhung der EU-Düngemittelbeihilfe und Vorziehen von EU-Direkthilfen
Innerhalb von Monaten
Offene Fragen
- Wie wird die Politik auf die geforderten Sofortmaßnahmen reagieren?
- Wie stark fallen die Ernteausfälle im Bundesschnitt final aus?







