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Bayer gewinnt Glyphosat-Rechtsstreit vor US-Oberstem Gerichtshof
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Tagesschau Wirtschaft25.06.2026Law1 dk okumaGermany

Bayer gewinnt Glyphosat-Rechtsstreit vor US-Oberstem Gerichtshof

Auf einen Blick

  • Der Chemiekonzern Bayer hat einen entscheidenden Sieg im milliardenschweren US-Rechtsstreit um mutmaßliche Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Glyphosat vor dem Obersten Gerichtshof der USA errungen.
  • Das Gericht urteilte, dass Bayer nicht wegen angeblich fehlender Warnhinweise verklagt werden kann, da die Markierungen staatlich vorgeschrieben sind.
  • Dies entzieht vielen Klagen die Grundlage und führte zu einem Anstieg der Bayer-Aktie.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Bayer hatte die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten 2018 mit der Übernahme von Monsanto übernommen, was zu hohen Klägerzahlen und finanziellen Belastungen führte.

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Der Chemiekonzern Bayer hat im milliardenschweren US-Rechtsstreit um mutmaßliche Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Glyphosat einen entscheidenden Sieg vor dem Obersten Gerichtshof der USA errungen. Die Richter urteilten, dass Bayer nicht wegen angeblich fehlender Krebs-Warnhinweise auf Verpackungen von Unkrautvernichtern verklagt werden kann.

Das Oberste Gericht berief sich darauf, dass in den USA von der Regierung einheitliche Markierungen vorgeschrieben seien - damit könne es keine abweichenden Anforderungen einzelner Bundesstaaten geben. Vielen Klagen im Zusammenhang mit dem glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup dürfte damit die Grundlage entzogen werden.

Grundsatzurteil nach Fall aus St. Louis

Bayer hatte den Fall des Klägers John Durnell für den Gang vor den obersten US-Gerichtshof ausgewählt, um ein Grundsatzurteil zu erzielen. Der Fall war ursprünglich im Oktober 2023 in St. Louis verhandelt worden. Die Geschworenen kamen damals zu dem Schluss, dass das Unternehmen zu einer Krebswarnung auf dem Unkrautvernichter Roundup verpflichtet gewesen sei, und sprachen dem Kläger 1,25 Millionen Dollar zu.

Bayer argumentierte, dass die US-Umweltbehörde EPA in dem Mittel keine Gesundheitsrisiken sehe, wenn es entsprechend den Vorschriften angewendet werde. Die EPA hatte das Produktlabel folglich ohne Warnung genehmigt. Daher sollten laut Bayer auch Schadenersatzansprüche "basierend auf dem Recht einzelner Bundesstaaten vor Gericht keinen Bestand haben".

Bayer begrüßt Urteil

Der Konzern begrüßte das Urteil in einer Stellungnahme als "gut für die Wissenschaft, Landwirte und für Branchen, die auf regulatorische Klarheit für Innovationen angewiesen sind". Bayer verneint ein Krebsrisiko von Roundup.

Aus Sicht von Bayer dürfte das Urteil "dazu führen, dass aktuelle Klagen abgewiesen und mögliche künftige Klagen verhindert werden - soweit sie auf angeblich fehlenden Warnhinweisen beruhen".

Folge des Monsanto-Kaufs

Bayer-Chef Bill Anderson, der das Ruder in Leverkusen im Juni 2023 übernommen hatte, verfolgt das Ziel, die US-Rechtsstreitigkeiten bis Ende 2026 signifikant einzudämmen. Diese hatte sich Bayer 2018 mit der Übernahme des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto ins Haus geholt. Nach einer ersten Niederlage in einem Glyphosat-Prozess stiegen dann die Klägerzahlen.

Die Bayer-Aktie legte nach dem Urteil zeitweise um rund 15 Prozent zu.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Aktuelle Klagen werden abgewiesen und künftige Klagen verhindert, soweit sie auf fehlenden Warnhinweisen beruhen.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Bayer-Chef Bill Anderson verfolgt das Ziel, die US-Rechtsstreitigkeiten bis Ende 2026 signifikant einzudämmen.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Jahren

Offene Fragen

  • Wie viele Klagen werden tatsächlich abgewiesen?
  • Welche Auswirkungen hat das Urteil auf andere Glyphosat-Fälle?
  • Wie wird sich Bayers Rechtsstrategie weiterentwickeln?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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