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Belarus und Russland üben den Einsatz von Atomwaffen
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Spiegel Ausland19.05.2026Welt2 dk okumaGermany

Belarus und Russland üben den Einsatz von Atomwaffen

Auf einen Blick

  • Russland und Belarus führen gemeinsame Übungen zum Einsatz von Atomwaffen durch.
  • Moskau kündigte Übungen mit über 64.000 Soldaten an, während Minsk den Transport und die Vorbereitung von Atomwaffen thematisiert.
  • Die Ukraine kritisiert dies scharf und verstärkt ihre Truppen an der Grenze.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Russland und Belarus führen gemeinsame militärische Übungen durch, die den Einsatz von Atomwaffen beinhalten. Dies geschieht vor dem Hintergrund der angespannten Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine sowie der NATO. Russland hat bereits im vergangenen Jahr atomwaffenfähige Hyperschallraketen in Belarus stationiert.

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In Belarus und Russland trainieren Soldaten den Einsatz von Atomwaffen. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau am Dienstag mitteilte, werden russische Atomstreitkräfte vom 19. bis 21. Mai Übungen abhalten.

Die Personalstärke werde demnach mehr als 64.000 Soldaten betragen, 7800 Waffensysteme sollen beteiligt werden. Unter anderem soll auf russischem Gebiet der Einsatz von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern geübt werden, so das Ministerium.

Bereits am Montag hatte das belarussische Verteidigungsministerium in Minsk über ein gemeinsames Übungsmanöver des eigenen Landes und Russlands informiert. Demnach handele es sich um ein Manöver auf belarussischem Boden zum Transport von Atomwaffen und zur Vorbereitung auf deren Einsatz.

»Während der Übung ist geplant, Fragen im Zusammenhang mit der Lieferung nuklearer Munition und der Vorbereitung ihres Einsatzes in Zusammenarbeit mit der russischen Seite zu üben«, erklärte das belarussische Verteidigungsministerium. Das planmäßige Training richte sich »nicht gegen Drittländer und stellt keine Bedrohung für die Sicherheit in der Region dar«, hieß es. An der Übung nehmen Luftstreitkräfte und Raketenverbände teil.

Russland hatte im vergangenen Jahr seine jüngste atomwaffenfähige Hyperschallrakete, Oreschnik, in Belarus stationiert. Das Land, das seit mehr als 30 Jahren von Präsident Alexander Lukaschenko autoritär regiert wird, ist ein enger Verbündeter Moskaus, von dem es wirtschaftlich und militärisch in hohem Maße abhängig ist.

Ukraine verstärkt Truppen an der Grenze

Die Ukraine übt scharfe Kritik an dem Übungsmanöver. Die Stationierung taktischer Atomwaffen in Belarus sei eine »beispiellose Herausforderung« für die globale Sicherheit, erklärt das Außenministerium in Kyjiw am Montag. »Indem der Kreml Belarus zu seinem nuklearen Aufmarschgebiet an den Grenzen der Nato macht, legitimiert er de facto die ‌weltweite Verbreitung von Atomwaffen und schafft einen gefährlichen Präzedenzfall für andere autoritäre Regime.« Die Regierung in Kyjiw fordert ihre westlichen Verbündeten zudem auf, die Sanktionen gegen Moskau und Minsk zu verschärfen. Solche Handlungen müssten von allen Staaten, die das Regime zur Nichtverbreitung von Atomwaffen respektieren, unmissverständlich und entschlossen verurteilt werden.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj angeordnet, die Truppen an der Grenze zu Belarus im Norden zu verstärken. Zur Begründung führte er russische Vorbereitungen für eine neue Offensive an. Der Kreml wies Selenskyjs Vorwürfe am Montag zurück und bezeichnete sie als »Versuch weiterer Aufwiegelung«.

Offene Fragen

  • Wie werden die westlichen Verbündeten und die NATO auf diese Übungen reagieren?
  • Gibt es eine konkrete Bedrohung, die diese Übungen rechtfertigt?
  • Welche spezifischen Waffensysteme werden bei den Übungen eingesetzt?
  • Wie wird sich die Ukraine weiterhin positionieren und welche weiteren Schritte wird sie unternehmen?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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