Beschmiertes Schild in Penzberg: Symbol für Intoleranz und Muslimfeindlichkeit
Ein Schild mit Gebetszeiten für Muslime wurde in Penzberg beschmiert - Bürgermeister Kopf spricht von Intoleranz und Muslimfeindlichkeit
Auf einen Blick
- In Penzberg wurde ein Schild mit Gebetszeiten für Muslime beschmiert.
- Bürgermeister Thomas Kopf sieht darin ein Symbol für Intoleranz und Muslimfeindlichkeit.
- Die Polizei sucht nach Zeugen.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Penzberg ist bekannt für seine offene und tolerante Gemeinschaft.
Dieses Schild sei nur ein halber Meter Metall, so Idriz weiter. Es stehe aber für Offenheit, Religionsfreiheit, gegenseitigen Respekt und friedliches Miteinander. Das beschmierte Schild sei indes Ausdruck von Intoleranz, Feindseligkeit und Muslimfeindlichkeit.
"Als ein Mitglied unserer Gemeinde am Freitag gegen 23 Uhr daran vorbeifuhr, hat es die mit schwarzer Farbe besprüchte Tafel gesehen", erzählt Idriz am Samstag am Telefon. Der Bauhof der Gemeinde habe das Schild mittlerweile wieder gesäubert, erklärte der parteilose Bürgermeister Thomas Kopf, der für die Wählergruppierung Penzberg Miteinander angetreten ist.
Er selbst war dabei, als die drei Tafeln am Dienstag angebracht worden sind. Ein runder Tisch der Religionsgemeinschaften der Stadt habe noch in der Amtszeit seines Vorgängers beschlossen, neue Tafeln mit dem Hinweis auf Gebetszeiten anzubringen und "dazu auch eins von der dritten großen Glaubensgemeinschaft bei uns".
"Die Tat zeigt, dass die Leute, die immer auf den Islam zeigen und sagen, der wäre so radikal, es dann sind, die nachts die Spraydose auspacken und selbst radikal werden. Das spricht für sich."
Das Schild sei in Penzberg überhaupt kein Thema gewesen, weil, so sagt Kopf, es hier völlige Normalität sei, dass die Kulturen- und Religionsgemeinschaften mit- und nebeneinander lebten und sich keiner am andern störe. "Der ganze Unmut und die ganze Lautstärke wird meiner Meinung nach von außen hereingetragen."
Es passe nicht zu Penzberg, "dass da jemand das Schild beschmiert". Er könne aber auch nicht sagen, ob es jemand von außerhalb gewesen sei. "Es ist jedenfalls nicht so, wie das Zusammenleben in Penzberg im Alltag funktioniert."
Gleichwohl gebe es auch in Penzberg alle Facetten der Meinungen, "das ist ganz normal. Mit fundierter Auseinandersetzung, ob man das gut oder schlecht findet, hat das aber nichts zu tun."
Die Tat widerspreche "den Grundsätzen unserer Gesellschaft von Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit und Respekt voreinander".
Letztendlich handle es sich bei der Schmiererei um eine Straftat in Form einer Sachbeschädigung.
Als die Stadt diese Woche das Anbringen der Schilder in den sozialen Medien bekannt gemacht habe, berichtet der Bürgermeister, sei es auf Facebook "ziemlich hoch hergegangen, sodass wir die Kommentarfunktion des Beitrags deaktiviert haben".
Auf Instagram sei sie nach wie vor offen und es werde auch gepostet, in beide Richtungen. "Die einen finden es toll, die andern mosern rum, dass es das nicht braucht."
Die Penzberger Polizei sucht nun Zeugen, die im Tatzeitraum von Freitag, 22 Uhr, bis Samstag, 8 Uhr, an der Seeshaupter Straße gegenüber der Hausnummer 68, dort, wo die Schilder stehen, Auffälliges beobachtet haben. Sie erbittet sachdienliche Hinweise unter Telefon 08856/92570.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Weitere Reaktionen der Gemeinde und der Polizei
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Offene Fragen
- Wer ist für die Beschädigung des Schildes verantwortlich?



