Börsen weltweit hoffen auf Ende des Iran-Kriegs – SpaceX-Aktien steigen
Auf einen Blick
- Weltweite Börsen reagieren positiv auf eine vorläufige Einigung zwischen den USA und dem Iran, die auf ein Ende des Konflikts hoffen lässt.
- Ölpreise fallen, während die Aktien von SpaceX nach Übernahmeplänen stark zulegen.
- Die US-Notenbank Fed steht vor einer Zinsentscheidung.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Eine vorläufige Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran lässt auf ein Ende des Krieges hoffen, was die Börsen weltweit beeinflusst. Gleichzeitig stehen wichtige Wirtschaftsentscheidungen wie die der US-Notenbank Fed an.
Die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs beschäftigt auch am Dienstag die Börsen weltweit. Übernahmepläne treiben die Preise der SpaceX-Aktien weiter. Alisa Swoboda 16.06.2026 - 21:14 Uhr Artikel anhören
Ein Straßenschild an der New Yorker Börse. Foto: Reuters
Düsseldorf. Nach der vorläufigen Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran ziehen die Kurse an den Aktienmärkten teilweise weiter an.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legt um 0,7 Prozent auf 52.027 Punkte zu.
Der breiter gefasste S&P 500 notiert 0,4 Prozent im Minus bei 7527 Punkten.
Der technologielastige Nasdaq liegt bei 26.488 Punkten 0,7 Prozent im Minus.
„Das jetzt gefeierte Rahmenabkommen ist noch kein Friedensvertrag, geschweige denn ein belastbares Abkommen über das Atomprogramm des Iran“, gab Jochen Stanzl, Analyst der Consorsbank, zu bedenken.
In der Folge fallen die Ölpreise dennoch auf ein frisches Drei-Monats-Tief. Einige Analysten erwarten, dass die Öl-Lieferungen durch die Straße von Hormus nach dem vorläufigen Abkommen in den nächsten Wochen wieder aufgenommen werden. Ein Medienbericht, wonach die USA dem Iran im Rahmen des Abkommens zur Beendigung des Krieges den sofortigen Verkauf von Öl und Treibstoff gestatten, belastet die Ölpreise zusätzlich.
Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im August verbilligte sich am Dienstag um mehr als fünf Prozent auf bis zu 78,59 Dollar je Barrel. Der Preis für US-Leichtöl WTI zur Lieferung im Juli rutschte in der Spitze mehr als sechs Prozent auf 75,69 Dollar ab.
Die Aussetzung der Sanktionen für iranische Ölverkäufe trete in Kraft, sobald die Vereinbarung in dieser Woche unterzeichnet sei, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Insider. Die Regelung umfasse auch Dienstleistungen wie Bankgeschäfte, Transport und Versicherungen, die für die Verkäufe notwendig sind.
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Erste Anzeichen deuten Börsianern zufolge darauf hin, dass das Abkommen zwischen den USA und dem Iran die blockierte Straße von Hormus wieder öffnen und den Waffenstillstand um 60 Tage verlängern werde. Damit werde Zeit für Verhandlungen über Themen wie das iranische Atomprogramm gewonnen. Die erste Phase des Abkommens, die auch die Unterzeichnung der Verlängerung des Waffenstillstands in Genf umfasse, sei einfach, sagte Suvro Sarkar, Energie-Experte bei der DBS Bank.
Die zweite Phase mit der Wiedereröffnung der Straße von Hormus und der Beendigung der US-Seeblockade werde nun von den Märkten genau beobachtet. „Alles andere als eine saubere, gleichzeitige Aufhebung wird erneute Volatilität bei den Ölpreisen bedeuten.“
Fed-Sitzung steht an
Die US-Statistikbehörde Bureau of Labor Statistics veröffentlichte am frühen Nachmittag neue Zahlen zu den Import- und Exportpreisen des Landes. Demnach stiegen die Importpreise im Mai um 1,9 und die Exportpreise um 1,3 Prozent. Die Daten werden damit einen Tag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch bekannt.
Es ist das erste Treffen unter der Leitung des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh, der im Mai die Nachfolge von Jerome Powell angetreten hat. Es wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank Fed bei ihrer Entscheidung am Mittwoch die Zinsen in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belässt. Im Mittelpunkt stehen zugleich die Warshs Äußerungen zum künftigen geldpolitischen Kurs.
Die Papiere des erst vergangene Woche an der Börse gestarteten Unternehmens von Musk haben am Dienstag mehr als zehn Prozent zulegen können. Grund ist die 60 Milliarden Dollar schwere Übernahme des KI-Anbieters Cursor, berichtet Patrick Dewayne.
„Hatten die Märkte nach der letzten Sitzung noch Zinssenkungen erwartet, rechnen sie nun mit Zinserhöhungen“, sagte Nate Hyde, Portfoliomanager bei Insight Investment. Die Aussicht auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran gebe Warsh jedoch die Möglichkeit, „einen gemäßigteren Ton anzuschlagen als noch vergangene Woche.“
Blick auf die Einzelwerte
SpaceX: Wenige Tage nach dem Börsengang setzen die Aktien des Raumfahrtkonzerns SpaceX ihren Höhenflug fort. Die jüngsten Übernahmepläne des Unternehmens von Elon Musk treiben die Titel zeitweise um mehr als 19 Prozent nach oben. Zur Zeit liegt sie vier Prozent im Plus. Der Börsenwert von SpaceX überholte damit den von Amazon und lag zeitweise sogar über dem von Microsoft.
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Analysten rieten Anlegern jedoch zur Vorsicht angesichts der hohen Bewertung und des relativ geringen Anteils an frei handelbaren Aktien. Der Konzern wies für das vergangene Jahr nach der Fusion mit dem defizitären KI-Unternehmen xAI einen Umsatz von 18,67 Milliarden Dollar und einen Nettoverlust von 4,94 Milliarden Dollar aus. Der Aufwärtstrend könnte sich jedoch fortsetzen, da SpaceX vor einer schnellen Aufnahme in den Nasdaq 100 steht.
Qualcomm: Ein Medienbericht über milliardenschwere Übernahmepläne des Chipkonzerns trieb die Aktien zwischenzeitlich um an. Zur Zeit notiert sie aber 1,5 Prozent im Minus. Im Handelsverlauf gaben sie die Gewinne allerdings wieder ab und notieren mittlerweile knapp ein Prozent im Minus. Qualcomm sei in Gesprächen über den Kauf des KI-Chip-Startups Tenstorrent, berichtete die Online-Publikation „The Information“ unter Berufung auf einen Insider. Der mögliche Kaufpreis liegt demnach zwischen acht und zehn Milliarden Dollar.
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Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen
Offene Fragen
- Wird das Abkommen tatsächlich unterzeichnet?
- Wie stabil ist der Waffenstillstand?
- Welche langfristigen Auswirkungen hat die Wiedereröffnung der Straße von Hormus?



