Eilmeldung
Newsgather
BackBrandenburgs Landtagspräsidentin skeptisch gegenüber AfD-Verbotsverfahren
Brandenburgs Landtagspräsidentin skeptisch gegenüber AfD-Verbotsverfahren
In Entwicklung
Die Zeit01.07.2026Politik1 dk okumaGermany

Brandenburgs Landtagspräsidentin skeptisch gegenüber AfD-Verbotsverfahren

Auf einen Blick

  • Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) äußert Skepsis gegenüber einem AfD-Verbotsverfahren, da sie die freie politische Meinungsbildung als hohes Gut betrachtet.
  • Sie setzt auf den gesunden Menschenverstand der Bürger, während der Verfassungsschutz die AfD als gesichert rechtsextremistisch einstuft.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) äußert Skepsis bezüglich eines AfD-Verbotsverfahrens, obwohl der Verfassungsschutz Brandenburg die AfD als gesichert rechtsextremistisch einstuft.

Schriftgröße

Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke hat sich skeptisch zu einem AfD-Verbotsverfahren geäußert. «Es gibt einen Beschluss der Landes-SPD, zu prüfen, ob solch ein Verfahren Sinn macht. Ich persönlich finde, dass es ein ganz hohes Gut ist, dass man sich politisch frei entscheiden kann, in welche Richtung man tendiert, welche Werte man verkörpern möchte», sagte die SPD-Politikerin dem «Tagesspiegel». «Und dem kann man durch ein Verbot nicht entgegentreten.»

Die Landtagspräsidentin setzt auf «gesunden Menschenverstand». «Man wird es prüfen müssen, und dann wird sich herausstellen, ob es Gründe für ein Verbot gibt», sagte Liedtke. «Unabhängig von der juristischen Seite baue ich immer darauf, dass die Menschen mit gesundem Menschenverstand urteilen und wir kein Verbot brauchen.» Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft die AfD als gesichert rechtsextremistisch ein, die Partei hatte dagegen geklagt.

Woidke sieht langen und steinigen Weg

Einen Antrag auf ein Parteiverbot beim Bundesverfassungsgericht können nur der Bundestag, der Bundesrat oder die Bundesregierung stellen. Die endgültige Entscheidung über die Verfassungswidrigkeit einer Partei liegt beim Bundesverfassungsgericht. Ein Antrag ist umstritten. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sprach sich im vergangenen Jahr für ein AfD-Verbotsverfahren aus, wenn Gerichte die Einstufung der Partei als gesichert rechtsextrem bestätigen - das sei aber ein langer und steiniger Weg.

SPD-Landtagsfraktionschef Björn Lüttmann sieht in einem neuen Gutachten von acht Autorinnen und Autoren für die Gesellschaft für Freiheitsrechte eine weitere Bestätigung für einen möglichen AfD-Verbotsantrag. Die Verfasser sehen gute Erfolgschancen für ein Verbot der Partei vor dem Bundesverfassungsgericht. Sie begründen dies vor allem mit Verstößen gegen das Demokratieprinzip und die Garantie der Menschenwürde.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Das Bundesverfassungsgericht wird einen möglichen Antrag auf AfD-Verbot prüfen.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wie wird das Bundesverfassungsgericht über einen möglichen Antrag entscheiden?
  • Welche weiteren Schritte werden die SPD oder andere Institutionen unternehmen?

Verwandte Themen

This article was originally published by Die Zeit.

Ähnliche Meldungen

Friedrich Merz's Sandcastle Against the Tide of the AfD
In Entwicklung·14 dk önce

Friedrich Merz's Sandcastle Against the Tide of the AfD

Der Artikel analysiert Friedrich Merz's Strategie, die AfD durch wirtschaftliches Wachstum und stabile Sozialsysteme zu schwächen. Er vergleicht die Situation mit Donald Trumps Aufstieg und argumentiert, dass die AfD Wünsche nach einer "alten Welt" bedient, die durch moderne Entwicklungen wie Migration und Gendern verunsichert sind. Merz's "Schrotflinten"-Politik wird als zäh, aber langsam wirksam beschrieben, auch wenn eine Halbierung der AfD-Werte unwahrscheinlich ist.

FAZ
Mehr zu diesem ThemaAfD