Bundesregierung bremst Übernahmepläne für Commerzbank
Auf einen Blick
- Die Bundesregierung verschärft ihren Ton gegen Unicredit-Chef Andrea Orcel.
- Sie hält an ihrer 13-Prozent-Beteiligung an der Commerzbank fest, was Übernahmepläne erschwert.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die Bundesregierung hat ihre Beteiligung von rund 13 Prozent an der Commerzbank nicht abgestoßen, was die Übernahmepläne von Unicredit-Chef Andrea Orcel erschwert.
Berlin. Die Bundesregierung verschärft ihren Ton gegen Unicredit-Chef Andrea Orcel wegen dessen Plänen zur Übernahme der Commerzbank. Der Bund werde seine Beteiligung von rund 13 Prozent an dem Frankfurter Geldhaus nicht abstoßen, hieß es am Montag in Regierungskreisen. Der Bund ist dort der zweitgrößte Anteilseigner.
„Damit sind mögliche Pläne der Unicredit, die Commerzbank von der Börse zu nehmen, in der heutigen Struktur der Commerzbank praktisch nur sehr schwer realisierbar. Denn ein De-Listing oder ein Squeeze-out sind kaum möglich, solange der Bund seine Anteile an der Commerzbank hält.“
Bei einem Squeeze-out werden die restlichen Aktionäre gegen eine Zwangsabfindung aus dem Unternehmen gedrängt. In Deutschland ist das nach einer Übernahme möglich, wenn man mindestens 90 Prozent der Anteile kontrolliert.
Nach dem Squeeze-out kann der Alleineigentümer dann leichter durchregieren. Allerdings kann ein Unternehmen jederzeit auch per Vorstandsbeschluss von der Börse genommen werden. Dann können die Minderheitsaktionäre im Unternehmen bleiben, aber ihre Aktien nicht mehr über die Börse handeln.
Offene Fragen
- Wie wird Unicredit auf die Haltung der Bundesregierung reagieren?
- Gibt es alternative Übernahme- oder Integrationsstrategien?



