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Bundestag gibt grünes Licht für Milliardenprojekte der Bahn
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Handelsblatt21.05.2026Politik3 dk okumaGermany

Bundestag gibt grünes Licht für Milliardenprojekte der Bahn

Auf einen Blick

  • Der Bundestag hat die Planung für drei große Bahnprojekte im Wert von Milliarden Euro freigegeben.
  • Dazu gehören eine neue Strecke von Dresden nach Tschechien, die Verbindung Augsburg-Ulm und der Ausbau der Strecke nach Sylt.
  • Die Finanzierung bleibt eine Herausforderung.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Der Bundestag hat die Planung für drei große Bahnprojekte freigegeben, darunter eine Neubaustrecke von Dresden nach Tschechien, die Verbindung Augsburg-Ulm und der Ausbau der Strecke nach Sylt. Diese Projekte sind Teil von Bemühungen, die deutsche Bahn-Infrastruktur zu modernisieren und den geplanten „Deutschlandtakt“ zu ermöglichen.

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Der Bundestag hat den Weg für die weitere Planung von Milliardenprojekten bei der Bahn freigemacht. Dabei geht es um eine Neubaustrecke von Dresden bis zur Grenze nach Tschechien, um die Neubaustrecke Augsburg-Ulm sowie den Ausbau der Strecke von Niebüll nach Westerland in Schleswig-Holstein.

Dabei geht es um eine Neubaustrecke von Dresden bis zur Grenze nach Tschechien, um die Neubaustrecke Augsburg-Ulm sowie den Ausbau der Strecke von Niebüll nach Westerland in Schleswig-Holstein.

Dem Beschluss sind lange Vorplanungen der Deutschen Bahn vorausgegangen. Das Bundesverkehrsministerium legte dazu Berichte an den Bundestag vor. Diese enthalten jeweils „Vorzugsvarianten“ für die Strecken. Der Verkehrsausschuss legte zu den Berichten Beschlussempfehlungen vor.

Die Befassung im Bundestag ist ein wichtiger Schritt. Danach folgt aber für die Projekte erst noch die konkrete Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Der Baubeginn kann noch viele Jahre dauern. Außerdem muss die Finanzierung sichergestellt sein. Das Bundesverkehrsministerium sieht für den Ausbau von Bahnstrecken in den kommenden Jahren Milliardenlücken in der Finanzplanung.

Ein Sprecher sagte, das Ministerium arbeite an einer Lösung der Finanzierungssituation. Die Grünen-Haushälterin Paula Piechotta sagte: „Es braucht eine große Lösung im Haushalt für echte zusätzliche Investitionen in die Verkehrswege.“

Die bisherige, etwa 85 Kilometer lange Schienenverbindung ist rund 170 Jahre alt. Sie entspricht laut Bahn-Infrastruktursparte InfraGO nicht mehr den Anforderungen einer modernen Hochgeschwindigkeitsstrecke, ein Ausbau sei nicht möglich. Deswegen soll eine neue Strecke gebaut werden. Die Fahrtzeit der ICE zwischen Augsburg und Ulm soll sich von bislang mehr als 40 auf 26 Minuten verkürzen. Die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke soll weitgehend parallel zur Autobahn 8 (München-Stuttgart) verlaufen.

Die Züge sollen künftig bis zu 300 km/h schnell fahren können. Dadurch sollen Anforderungen des geplanten „Deutschlandtakts“ erfüllt werden. Das Ziel: mehr Reiseverbindungen, gut abgestimmte Anschlüsse und insgesamt kürzere Reisezeiten. Die geschätzten Gesamtkosten liegen bei mindestens knapp 8,2 Milliarden Euro.

Die geplante Neubaustrecke von Dresden zur Grenze nach Tschechien sei ein zentraler Baustein des geplanten internationalen Hochgeschwindigkeitskorridors zwischen Berlin, Prag und Wien, so das Bundesverkehrsministerium. Im Kern bestehe das Projekt aus einem 30 Kilometer langen Tunnel durch das Erzgebirge. Die Reisezeit zwischen Dresden und Prag soll von 2,5 Stunden auf künftig eine Stunde verkürzt werden. Die geplante Neubaustrecke soll den Engpass der durch das Elbtal verlaufenden Bestandsstrecke auflösen und die vom Lärm im oberen Elbtal betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner entlasten. Der Güterverkehr soll auf die Neubaustrecke verlagert werden.

Die geschätzten Gesamtkosten liegen bei mindestens rund 5,6 Milliarden Euro. Der Baubeginn ist laut InfraGO für den Dezember 2032 avisiert. Die Neubaustrecke soll Ende 2044 in Betrieb gehen. Sofern der Bundestag der Fortführung des Vorhabens zustimme, kann laut Ministerium ein Staatsvertrag mit der Tschechischen Republik unterzeichnet werden - sofern die Haushaltsmittel geklärt seien.

Die Strecke nach Sylt ist ein Nadelöhr und hoch belastet. Das geplante Vorhaben auf der „Marschbahn“ sieht einen zweigleisigen Streckenausbau zwischen Niebüll und Klanxbüll sowie Morsum und Tinnum vor. Auf dem Abschnitt zwischen Niebüll und Klanxbüll sollen die Züge künftig satt 100 dann 140 km/h fahren können. Die Gesamtkosten werden auf mindestens rund 426 Millionen Euro geschätzt. Der Baubeginn ist laut InfraGO für den Sommer 2032 geplant, die Inbetriebnahme im Herbst 2039.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Die Finanzierungslücke für den Bahnausbau wird durch eine Kombination aus Bundesmitteln, Krediten und möglicherweise privaten Investitionen geschlossen.

    Möglich · Mittelfristig

  • Der Baubeginn für die Neubaustrecke Dresden-Tschechien wird sich über den angekündigten Dezember 2032 hinaus verzögern.

    Möglich · Mittelfristig

Offene Fragen

  • Wie genau wird die Finanzierungslücke von Milliarden Euro geschlossen?
  • Wann beginnen die konkreten Entwurfs- und Genehmigungsplanungen für die einzelnen Projekte?
  • Welche Auswirkungen hat die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Neubaustrecke Dresden-Tschechien auf bestehende Routen?
  • Wie wird die Akzeptanz der Anwohner für die neuen Strecken sichergestellt, insbesondere im Hinblick auf Lärmbelästigung während der Bauphase?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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