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Bündnis fordert besseres digitales Lernen statt Social-Media-Verbot für Kinder
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Die Zeit22.06.2026Politik2 dk okumaGermany

Bündnis fordert besseres digitales Lernen statt Social-Media-Verbot für Kinder

Auf einen Blick

  • Ein Bündnis aus elf Institutionen spricht sich gegen ein pauschales Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche aus.
  • Stattdessen fordern sie bessere Schulungen für Eltern und Lehrer sowie eine Stärkung der Plattformaufsicht.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Ein Bündnis aus elf Institutionen, darunter die Bundesschülerkonferenz und der Bundeselternrat, hat sich gegen ein pauschales Verbot von sozialen Medien für Kinder und Jugendliche ausgesprochen. Die Unionsfraktion im Bundestag fordert hingegen eine Altersprüfung.

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Mit einer gemeinsamen Erklärung haben sich mehrere Institutionen wie die Bundesschülerkonferenz, der Bundeselternrat oder die Kindernothilfe gegen ein pauschales Verbot von sozialen Medien für Kinder und Jugendliche ausgesprochen. In elf Punkten formulieren die Unterzeichner ihre Forderungen (PDF).

Ihr Hauptargument gegen das Verbot ist die Bedeutung von digitalen Räumen für die junge Generation. Sie seien »elementare Orte zur Kommunikation mit Freundinnen und Freunden, Orientierung, Information, Unterhaltung und Vernetzung«. Soziale Medien würden zudem die Entwicklung der eigenen Identität und Persönlichkeit unterstützen. »Zugang zu diesen digitalen Räumen ist folglich elementar für die soziale und digitale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen.«

Das Bündnis verknüpft das mit der Forderung, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer besser zu schulen. »Entscheidend ist, dass Kinder schrittweise lernen, sich sicher und selbstbewusst in der digitalen Welt zu bewegen«, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Außerdem sollte die Plattformaufsicht gestärkt und durchgesetzt werden. Dafür brauche es eine »Aufstockung des Personals« in den zuständigen EU-Stellen. Regeln wie eine Altersverifikation sollte verhältnismäßig bleiben und nur dort eingesetzt werden, wo nachweislich hohe Risiken bestünden. Des Weiteren setzt sich das Bündnis für mehr kindgerechte, digitale Angebote, insbesondere für ältere Grundschulkinder vor dem Eintritt ins Jugendalter, ein.

Unionsfraktion spricht sich für Altersverifizierung aus

Mit der Haltung unterscheidet sich das Bündnis von manchen Forderungen, die vonseiten der Regierungsparteien in Deutschland ins Spiel gebracht werden. Der ZEIT liegt ein Positionspapier der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt vor. Darin spricht sich die Unionsfraktion für eine Altersprüfung aus, die mithilfe der E-ID-Funktion des Ausweises ablaufen soll. Plattformen sollen demnach eine Alterseinstufung beantragen, »entsprechend ihres jugendschutzrelevanten Risikos«. Des Weiteren will sich die Unionsfraktion dafür einsetzen, dass die mentale Gesundheit von jungen Menschen besser geschützt wird. Zudem soll das Strafrecht für digitale Gewalt und Straftaten im Netz – etwa für Cybergrooming – angepasst und verschärft werden.

Das Bündnis aus elf Institutionen – darunter auch der AWO Bundesverband, der Digitalverband Bitkom e. V. und der Montessori Bundesverband – sieht außerdem Bedarf für mehr »Trusted-Flagger«. Das sind laut EU »vertrauenswürdige Hinweisgeber, (…) die potenziell illegale Inhalte erkennen und Online-Plattformen warnen«. In Deutschland sind damit beispielsweise die Verbraucherzentrale oder die Organisation HateAid betraut. Mit ihrer Hilfe sollen kinder- und jugendschädigende Inhalte schnell gelöscht werden.

Offene Fragen

  • Wie genau soll die Plattformaufsicht gestärkt werden?
  • Welche konkreten Schulungsmaßnahmen sind für Eltern und Lehrer geplant?

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This article was originally published by Die Zeit.

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