Capri-Sun kämpft für Plastik-Trinkhalm nach gescheiterter Petition
Auf einen Blick
- Capri-Sun scheiterte mit einer Petition für die Rückkehr zum Plastik-Trinkhalm und sammelte nur 170.000 statt 1 Million Unterschriften.
- Das Unternehmen kritisiert Papierhalme und will zurück zu Polypropylen, stößt aber auf Kritik von Umweltschützern.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Capri-Sun verwendet seit 2021 Papierhalme aufgrund eines EU-Verbots für Einwegplastikprodukte. Das Unternehmen bemüht sich um eine Rückkehr zum Plastik-Trinkhalm.
Seit Jahren kämpft der Hersteller des Trinkpäckchens Capri-Sun für eine Rückkehr des Plastik-Trinkhalms. Dafür wollte das Unternehmen mit einer Online-Petition eine Million Unterschriften sammeln - kam aber nur auf weniger als 170.000.
Nach der gescheiterten Petition von Capri-Sun für eine Rückkehr zum Plastik-Trinkhalm hat der langjährige Unternehmenschef Kritik geübt, das Ziel der Aktion aber verteidigt. "Die Petition war schlecht gemacht und falsch - das nur nebenbei", sagte Hans-Peter Wild, Präsident des Verwaltungsrates der Capri Sun Group Holding AG, der "Rhein-Neckar-Zeitung". "Aber in der Sache macht die Forderung von Papier-Trinkhalmen absolut keinen Sinn."
Das Unternehmen bemüht sich seit 2024 um eine Rückkehr zum Plastik-Trinkhalm mit einer entsprechenden Genehmigung der Europäischen Union. Umwelt- und Verbraucherschützer kritisieren die Pläne. Wegen eines Verbots der EU von Einwegplastikprodukten verwendet Capri-Sun seit 2021 Papierhalme an seinem klassischen Trinkbeutel.
Verbraucherkritik am Papierhalm
Seither gibt es dem Unternehmen zufolge Kritik von Verbrauchern: Der Papier-Trinkhalm lasse sich schlechter einstecken, werde weich und führe zu einem Papiergeschmack beim Trinken. Capri-Sun habe ihn deswegen bereits mehrfach überarbeitet.
"Der Capri-Sun-Trinkpack ist 100-prozentig recycelbar", sagte Wild in dem Interview anlässlich seines 85. Geburtstages. "90 Prozent der Papierhalme bleiben in der Tüte drin, wenn sie leer getrunken ist." Besser wäre es daher, wenn der recycelbare Halm in der Capri-Sun bleibe und der Trinkbeutel so komplett recycelt werden könne.
Umweltschützer: Bemühungen sind "Armutszeugnis"
Das Unternehmen will nach eigenen Angaben den Halm aus dem gleichen Material herstellen wie den Trinkbeutel: aus dem Kunststoff Polypropylen. Capri-Sun wollte dazu mit einer Online-Petition eine Million Unterschriften sammeln, kam aber nur auf knapp 170.000.
Umwelt- und Verbraucherschützer kritisieren die Bemühungen des Unternehmens. So sagte Viola Wohlgemuth von der Deutschen Umwelthilfe vor Kurzem: "Der anhaltende Kampf von Capri Sun für Einweg-Plastikstrohhalme ist aus Umweltsicht nicht nachvollziehbar und ein Armutszeugnis." Die kleinen Trinkbeutel seien vor allem für den Konsum unterwegs konzipiert und landeten entsprechend oft in der Umwelt.
Offene Fragen
- Wird Capri-Sun die EU-Genehmigung für Plastikhalme erhalten?
- Wie werden Verbraucher auf eine mögliche Rückkehr zu Plastikhalmen reagieren?






