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CDU-Mitglied verbreitet Video mit Menschenverachtung - Staatsanwaltschaft prüft Volksverhetzung
NACHRICHT
Die Welt19.06.2026Crime2 dk okumaGermany

CDU-Mitglied verbreitet Video mit Menschenverachtung - Staatsanwaltschaft prüft Volksverhetzung

Ein 23-jähriger CDU-Mitglied aus Krefeld verbreitet ein Video mit antisemitischen und islamfeindlichen Aussagen. Die Staatsanwaltschaft und der Staatsschutz prüfen Anfangsverdacht auf Volksverhetzung.

Auf einen Blick

  • Ein 23-jähriges CDU-Mitglied aus Krefeld hat ein Video mit Menschenverachtung verbreitet.
  • Die Staatsanwaltschaft prüft gemeinsam mit dem Staatsschutz, ob ein Anfangsverdacht auf Volksverhetzung vorliegt.
  • Die CDU Krefeld hat ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die CDU Krefeld hat bereits ein Parteiausschlussverfahren gegen das Mitglied eingeleitet.

Schriftgröße

Audioplayer wird geladen Anzeige Nach der Verbreitung eines menschenverachtenden Videos eines Krefelder CDU-Mitglieds prüft die Staatsanwaltschaft nun gemeinsam mit dem Staatsschutz der Polizei, ob ein Anfangsverdacht auf Volksverhetzung vorliegt. Ein Sprecher der Krefelder Behörde bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf, dass eine Strafanzeige des CDU-Kreisverbands eingegangen sei. Zudem werde geprüft, über welche Kanäle das Video verbreitet worden sei. Die CDU Krefeld hatte zuvor bereits angekündigt, ein Parteiausschlussverfahren auf den Weg zu bringen. Anzeige „Vergasen oder so“ „Jetzt vergasen wir die Muslime“, hatte der 23-jährige Christdemokrat in seinem Video vorgeschlagen, das über soziale Medien verbreitet und von einem Influencer auf Instagram kritisch kommentiert worden war. Dort kündigt er an: „Wenn ich weit oben bin, schiebe ich die alle ab. Eigentlich würde ich die lieber umbringen lassen. So vergasen oder so.“ Lesen Sie auch An einen Gesprächspartner gerichtet, argumentiert er: „Man sagt immer Fairness. Wir haben früher die Juden vergast. Und jetzt vergasen wir die Muslime. Was hältst du davon?“ Als der Angesprochene antwortet, das könne er nicht kommentieren, legt der 23-Jährige nach: „Ich kann das. Scheißegal. Ich mach’, was ich will.“ Anzeige Influencer nimmt Hass-Video auseinander Bekannt gemacht hatte das Machwerk der Influencer Ali Demirelli, der sich immer wieder pointiert mit Hass und Hetze im Netz auseinandersetzt. Auch das verpixelte Video des Krefelders, das inzwischen mehrere Hunderttausend Mal aufgerufen wurde, kommentierte er auf Instagram und TikTok äußerst kritisch: „Ich kann das auch, und ich mach’ auch, was ich will“, kontert er dort. „Ich habe das Video gesehen und dachte mir: Alter, wer kann denn so was Böses sagen?“ Lesen Sie auch Unter dem Post des Influencers Demirelli äußerte sich die CDU Krefeld. „Die in dem veröffentlichten Video zu hörenden Äußerungen sind in jeder Hinsicht inakzeptabel und stehen in klarem Widerspruch zu den Grundwerten der Christlich Demokratischen Union“, heißt es da. „Für Antisemitismus, Rassismus, religiösen Hass oder jede andere Form der Menschenfeindlichkeit gibt es in der CDU keinen Platz.“ Lesen Sie auch Eine TikTok-Sprecherin erklärte, der verpixelte Beitrag sei „im Original kein TikTok-Video“. Das Unternehmen habe „bislang auch kein Konto des Krefelder CDU-Mitglieds entdeckt“. Lesen Sie auch Linke: CDU-Mitglied vorher schon aufgefallen? Der Vorgang sorgte auch in der Bundespolitik für Entsetzen. Der Linke-Bundestagsabgeordnete Sascha Wagner forderte Ermittlungen und Antworten sowohl der ermittelnden Behörden als auch der Krefelder CDU, inwiefern der Mann bereits in der Vergangenheit durch derlei verfassungswidrige Positionen aufgefallen sei. Ebenso wie Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) in der „Rheinischen Post“ unterstrich auch Wagner, es gehe dabei nicht um „ein Kavaliersdelikt“. Auch die CDU-Landespartei hatte die Äußerungen zuvor bereits als ekelhaft und menschenverachtend verurteilt. dpa/doli

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Das CDU-Mitglied wird aus der Partei ausgeschlossen.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

Offene Fragen

  • Wird das Mitglied strafrechtlich verfolgt?
  • Wie reagiert die CDU-Bundespartei auf den Vorgang?

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This article was originally published by Die Welt.

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