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China schickt Schiffe in Gewässer um Taiwans Taiping-Insel
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Spiegel Ausland11.6.2026Welt2 Min. LesezeitGermany

China schickt Schiffe in Gewässer um Taiwans Taiping-Insel

Auf einen Blick

  • Erstmals sind laut Taiwan chinesische Schiffe in die Gewässer um die Insel Taiping im Südchinesischen Meer eingedrungen.
  • Die Schiffe hielten sich 15 Minuten in den von Taiwan beanspruchten "verbotenen" Gewässern auf, bevor sie vertrieben wurden.
  • China beansprucht das gesamte Südchinesische Meer.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

China betrachtet das demokratische und selbstverwaltete Taiwan als abtrünnige Provinz, die notfalls mit militärischen Mitteln wieder mit dem Festland vereint werden soll. China beansprucht praktisch das gesamte Südchinesische Meer für sich.

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China ist nach Angaben aus Taiwan erstmals mit Schiffen in die Gewässer um die Insel Taiping im Südchinesischen Meer eingedrungen.

Zwei chinesische Schiffe seien durch die »verbotenen« Gewässer um die von Taiwan beanspruchte Insel gefahren, teilte die taiwanische Küstenwache mit . Die Schiffe hätten sich dort 15 Minuten lang aufgehalten, bevor sie von der Küstenwache vertrieben worden seien.

Taiping ist die größte Insel im Spratly-Archipel, das auch von China, den Philippinen und Vietnam beansprucht wird. Nach Angaben der taiwanischen Küstenwache erstrecken sich ihre »verbotenen« Gewässer in einem Umkreis von vier Kilometern vor der Küste. China beansprucht indes praktisch das gesamte Südchinesische Meer für sich.

Der Vorfall ereignete sich wenige Tage, nachdem ein chinesischer »Sicherheitseinsatz« in Gewässern östlich von Taiwan für neue Spannungen gesorgt hatte. China betrachtet das demokratische und selbstverwaltete Taiwan als abtrünnige Provinz, die notfalls mit militärischen Mitteln wieder mit dem Festland vereint werden soll.

China wolle den falschen Eindruck erwecken, es hätte die Hoheitsgewalt über die Gewässer, erklärte die Küstenwache Taiwans. Diese Bestrebungen werde man nicht unterstützen. Die Küstenwache kündigte an, alle Eindringlinge »zu vertreiben«, nachdem China eine Patrouille vor der Ostküste beendet hatte. »Die maritime Souveränität unserer Nation darf nicht verletzt werden«, hieß es in einer Stellungnahme. »Jedes Land, das Hoheitsansprüche geltend macht, wird ausnahmslos vertrieben.«

Chinesische Staatsmedien veröffentlichten eine Karte, die die Operationen ihrer Schiffe zeigt. Darauf sind Pfeile zu sehen, die Taiwan umkreisen. Am Mittwochabend teilten die chinesischen Staatsmedien mit, die Patrouille sei beendet worden, nachdem 198 vorbeifahrende Schiffe kontrolliert und bei drei Schiffen Verstöße geahndet worden seien. Zudem sei eine hydrografische Vermessung durchgeführt worden. Man habe auch in Gebieten patrouilliert, in denen sich Unterwasserkabel befinden.

China möchte einen völkerrechtlichen Anspruch auf Taiwan ableiten. Und es möchte erzwingen, dass Japan sich aus der Angelegenheit heraushält. Wie Peking seinen Anspruch auf Taiwan begründet, lesen Sie hier .

Offene Fragen

  • Wie wird China auf die Vertreibung seiner Schiffe reagieren?
  • Gibt es weitere geplante chinesische Operationen in der Region?
  • Welche diplomatischen Reaktionen werden von anderen Ländern erwartet?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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