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China-Schock 2.0: Wie deutsche Konzerne ihre Marktpositionen verlieren
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Handelsblatt19.06.2026Wirtschaft2 dk okumaGermany

China-Schock 2.0: Wie deutsche Konzerne ihre Marktpositionen verlieren

Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther analysieren den Aufstieg Chinas und die Herausforderungen für Deutschland

Auf einen Blick

  • Chinesische Unternehmen haben in Schlüsselbranchen wie Chemie und Automobilindustrie Weltmarktführerpositionen erreicht und verdrängen deutsche Konzerne.
  • Experten betonen, dass staatliche Subventionen und Währungsmanipulationen Chinas zu preislicher Wettbewerbsfähigkeit führen, die Deutschland trotz wirtschaftspolitischer Anstrengungen nicht ausgleichen kann.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Chinas WTO-Beitritt 2001 markierte den Beginn des globalen Aufstiegs chinesischer Unternehmen.

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Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, analysieren den China-Schock 2.0: Zwei Jahrzehnte nach dem WTO-Beitritt Chinas am 11. Dezember 2001 sind chinesische Unternehmen in der Chemie-, Automobil- und anderen Schlüsselbranchen zu Weltmarktführern geworden – und verdrängen deutsche Konzerne aus ihren Positionen.

Der Kern des Problems liege laut Hüther nicht allein im technologischen Aufstieg Chinas, sondern auch in den staatlichen Subventionen und der Unterbewertung des Yuan. „Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit Chinas ist eine politische", sagt Hüther. Für ihn ist klar: Selbst wenn Deutschland alle wirtschaftspolitischen Hausaufgaben erledigt, reicht das nicht aus.

Rürup schärft den Befund: Deutschland stecke in einer Multikrise: "Das traditionelle Geschäftsmodell bricht zusammen, der Alterungsschub hat eingesetzt und die demokratischen Parteien verlieren an Stärke." Hinzu komme eine systemische Asymmetrie – Demokratien konkurrierten mit einer gelenkten Wirtschaft, die sich marktwirtschaftlich gebe, es aber nicht sei. „In diesem tripolaren Feld wird man mit rein marktwirtschaftlichen Lösungen definitiv nicht weiterkommen", so Rürup.

Welche Antworten sich die beiden Ökonomen von der EU wünschen, und warum Hüther für eine doppelte Strategie gegenüber China plädiert, das hören Sie im Podcast.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Erhöhte wirtschaftliche Abhängigkeit Deutschlands von China

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Jahren

Offene Fragen

  • Wie reagiert die EU auf den wachsenden Wettbewerb?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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