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DAX schließt mit leichtem Plus – KI-Aktien unter Druck, Commerzbank-Übernahme rückt näher
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DAX schließt mit leichtem Plus – KI-Aktien unter Druck, Commerzbank-Übernahme rückt näher

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#DAX#Iran-Krieg#Israel#Libanon#WallStreet#NASDAQ#KI#Chips
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Tagesschau Wirtschaft
Yayıncı
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Nach einem kurzen Ausflug über die Marke von 25.000 Punkten endet der DAX-Handel bei 24.944,95 Punkten. Das war ein Tagesplus von 0,6 Prozent. Dazu beigetragen haben vor allem neue Friedenshoffnungen im Iran-Krieg, wenngleich die Lage unübersichtlich bleibt. Zumindest haben sich Israel und der Libanon auf eine Waffenruhe verständigt.

Während an der Wall Street der Dow Jones Industrial Index für die 30 größten Industriewerte auf einen neuen Rekordwert stieg, herrschte vor allem bei KI-Aktien Verkaufsdruck. An der NASDAQ fielen die Kurse der 100 größten Werte im Schnitt um 0,5 Prozent auf 30.409 Punkte, während der Standardwerte-Index 1,7 Prozent auf 51.543 Zähler gewann.

Eine zweieinhalbwöchige Rallye hat damit erst einmal ein vorläufiges Ende gefunden - auch wenn Analysten hervorheben, dass die Fundamentaldaten nach wie vor solide seien.

Vor allem Chiphersteller standen auf den Verkaufslisten - dies- wie jenseits des Atlantiks. In den USA gehören dazu Micron Technology und Broadcom. Letzterer hatte eine enorme Umsatzsteigerung für das jüngste Quartal gemeldet, aber diese Entwicklung und der Ausblick waren vielen Investoren nicht spektakulär genug.

"Es ist keine Frage mehr von Hoffnungen und Erwartungen", sagte James Athey vom Investmentmanager Marlborough. "Vielmehr wurde deutlich, dass die Nachfrage nach Chips nicht einfach auf ewig exponentiell weiterwachsen wird."

Am deutschen Aktienmarkt waren Infineon-Aktien entsprechend von Verkäufen bei Halbleiter-Aktien betroffen. Hier darf allerdings nicht vergessen werden, dass sie seit Jahresbeginn mehr als 120 Prozent zugelegt haben.

SAP-Aktien standen hingegen ganz oben auf der Gewinnerseite. Software-Aktien sind oft gefragt, wenn Halbleiter-Titel abrutschen. Ein Trend, der in jüngerer Zeit oft an den Börsen zu beobachten war.

Hintergrund ist, dass Software-Unternehmen zwar als Verlierer des KI-Booms gelten, mit einer guten Cloud-Strategie aber dennoch gegenhalten könnten.

Die Aktien der Commerzbank im MDAX stiegen überdurchschnittlich, obwohl eine feindliche Übernahme durch die italienische UniCredit näher zu rücken scheint.

Händler auf dem Frankfurter Börsenparkett sagen, viele Commerzbank-Aktionäre würden darauf setzen, dass die UniCredit ihr Übernahme-Angebot nachbessert, um nun doch schneller als zunächst geplant die Übernahme der Commerzbank zu vollziehen. Diese Übernahme gilt als nahezu sicher.

Im MDAX wurden bei Hochtief-Aktien nach langer Aufwärtsbewegung Gewinne realisiert - ein typischer Fall von Verkaufen bei guten Nachrichten. Genau das ist geschehen: Denn der Essener Baukonzern Hochtief ‌steigt nach 30 Jahren in die erste Börsenliga auf. Diese Nachricht löste Verkäufe aus. Das Unternehmen verdrängt im DAX zum 22. Juni den Volkswagen-Großaktionär Porsche SE, der in den MDAX absteigt.

Der Aufstieg von Hochtief war erwartet worden, nachdem der Konzern massiv vom Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz profitiert hat. Der Aktienkurs hat sich binnen ​eines Jahres fast verdreifacht.

Tapfer mussten einmal mehr Krypto-Investoren bleiben. Zeitweise fiel der Kurs des Bitcoin auf das Niveau von Anfang Februar. Inzwischen hat er sich etwas berappelt, doch seit Jahresbeginn haben Investoren fast 30 Prozent Minus zu verzeichnen.

Das aktuelle Minus liegt nach Einschätzung von Händlern daran, dass der Krypto-Händler Micronstrategy wieder einen Teil seiner Bitcoin-Bestände auf den Markt geworfen hat. Solche Verkäufe belasten nicht nur die Kurse, sondern werfen auch die Fragen auf: Warum? Und: Wer folgt als nächstes?

Indessen richten einige Investoren ihr Augenmerk bereits auf ein Großereignis der kommenden Woche: In den USA steht der vorläufig größte Börsengang der Geschichte bevor. SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk, will an die Börse. Anders als die meisten Unternehmen gibt es aber keine Spanne, zu denen Investoren sich zum Aktienkauf bereit erklären können. Vielmehr legt SpaceX den Preis direkt fest: Das Unternehmen strebt einen Ausgabepreis von 135 Dollar je Aktie an.

Damit könnte SpaceX 75 Milliarden Dollar durch den Börsengang einnehmen. Das Unternehmen würde damit zu fast 1,8 Billionen Dollar bewertet. Es wäre damit nach aktuellem Stand das achtwertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt.

This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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