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Dax startet im Plus trotz Eskalation im Iran-Krieg
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Dax startet im Plus trotz Eskalation im Iran-Krieg

Auf einen Blick

  • Der Dax startet am Donnerstag mit einem Plus von rund 0,5 Prozent, trotz neuer Luftangriffe der USA gegen den Iran und dessen Reaktionen.
  • Die Ölpreise steigen weiter, während der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus fast zum Erliegen kommt.
  • Volkswagen berät über Umbau, Südzucker steigert Gewinn, Rheinmetall profitiert von Rüstungspaket.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die USA haben neue Luftangriffe gegen den Iran gestartet, woraufhin Teheran mit Angriffen auf Bahrain, Kuwait und Katar reagierte. Dies hat die Hoffnungen auf ein Friedensabkommen geschmälert und die Ölpreise steigen lassen.

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Düsseldorf. Der Dax startet am Donnerstag mit rund 0,5 Prozent im Plus – trotz einer erneuten Eskalation im Irankrieg. Die Börsentafel in Frankfurt zeigt 25.046 Punkte an.

Am Mittwoch hatte der deutsche Leitindex 2,2 Prozent tiefer bei 24.897,45 Punkten geschlossen. Auch an der Wall Street ging es für den Dow-Jones-Index und den S&P 500 bergab.

Für schlechte Stimmung an den Börsen beiderseits des Atlantiks sorgte die Furcht der Anleger vor einem Wiederaufflammen des Krieges zwischen den USA und Iran. Auch am Donnerstag dürften die Entwicklungen in Nahost das zentrale Thema bleiben.

Die Vereinigten Staaten haben in der Nacht auf Donnerstag neue Luftangriffe gegen den Iran gestartet. Teheran reagierte mit Angriffen auf Bahrain, Kuwait und Katar. Die Angriffe am Donnerstag fielen auf beiden Seiten umfangreicher aus. Das US-Militär erklärte nach Abschluss der jüngsten Angriffswelle, rund 90 Ziele seien angegriffen worden. Zudem veröffentlichte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die anscheinend Angriffe auf eine Start- und Landebahn sowie auf Raketenabschussanlagen zeigen.

Zuvor erklärte Präsident Donald Trump auf dem Nato-Gipfel in Ankara ein vorläufiges Abkommen zur Beendigung des Krieges für „beendet“. Die jüngste Eskalation schmälert die Hoffnungen auf ein dauerhaftes Friedensabkommen. „Die US-Streitkräfte bleiben wachsam, schlagkräftig und bereit, auf Anweisung des Oberbefehlshabers Einsätze auszuführen“, hieß es.

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist am Donnerstag nahezu zum Erliegen gekommen, nachdem die USA den Iran den zweiten Tag in Folge angegriffen haben.

Die Ölpreise setzten ihren Anstieg fort. Brent (Lieferung zu September) verteuerte sich um bis zu 1,5 Prozent auf mehr als 79 Dollar je Barrel, nachdem der Preis am Mittwoch bereits um mehr als fünf Prozent gestiegen war. West Texas Intermediate (WTI) (Lieferung zu August) notierte nahe 74 Dollar. Seit Dienstag verteuerten sich Brent und das US-Öl WTI um jeweils rund zehn Prozent.

Beobachtbare Schiffsbewegungen in der weltweit wichtigsten Energietransportroute fanden laut Positionsdaten überwiegend auf einer vom Iran genehmigten Route näher an der Nordseite der Wasserstraße statt. Dagegen blieb der von den USA unterstützte omanische Korridor ruhig.

Unter den größeren Schiffen wurde in der Straße von Hormus lediglich ein mit US-Sanktionen belegter Supertanker auf dem Weg aus dem Persischen Golf sowie ein unter iranischer Flagge fahrendes Containerschiff beobachtet. Allerdings ist es möglich, dass einige Schiffe die Meerenge mit abgeschalteten Transpondern durchqueren.

Am Mittwoch passierten etwa 14 Frachtschiffe mit Rohstoffen die Meerenge in beide Richtungen – so wenige wie noch nie seit dem vorläufigen Friedensabkommen Mitte Juni.

In den drei Wochen seit der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Interimsabkommen zur Wiederöffnung der Straße von Hormus lag die durchschnittliche Zahl der täglichen Transitfahrten von Rohstoffschiffen laut Daten von Kpler bei 34. Den Höchstwert erreichte sie am 24. Juni mit 59. Während des Krieges waren es an den meisten Tagen unter 20.

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Handelsbilanz der Bundesrepublik. Zuletzt ist der Handelsbilanzüberschuss gesunken und soll Prognosen zufolge weiter zurückgehen, denn die Exporte, zu denen heute ebenfalls neue Daten vorgelegt werden, sollen auch sinken. Schrumpfende Überschüsse in der Handelsbilanz deuten auf eine schwächere Konjunktur hin.

An der Konjunkturfront blicken die Börsianer auf die deutschen Exporteure. Experten erwarten, dass die Ausfuhren gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent zurückgegangen sind. Im April hatte es noch einen Zuwachs von 0,9 Prozent gegeben.

Bei den Unternehmen dürfte Volkswagen für Gesprächsstoff sorgen. Der Aufsichtsrat tritt am Nachmittag zusammen, um über den Umbau des Unternehmens zu beraten. Dabei stehen vier Werke in Deutschland und zehntausende Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Südzucker: Südzucker hat im ersten Quartal des Bilanzjahres 2026/27 dank Kostensenkungen und guter Geschäfte in einzelnen Sparten den Gewinn deutlich gesteigert. Das operative Ergebnis (Ebitda) sei in den drei Monaten bis Ende Mai auf 135 (Vorjahr: 96) Millionen Euro geklettert, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Die Aktien des Zuckerherstellers steigen um 0,36 Prozent.

Rheinmetall: Die Aktien des Düsseldorfer Rüstungs­konzerns steigen um 0,9 Prozent. Deutschland steht vor der Freigabe eines milliardenschweren Rüstungspakets. Der Bundestag dürfte mehr als ein Dutzend Militärbeschaffungen im Gesamtwert von über 12 Milliarden Euro genehmigen, darunter einen Laserwaffen-Auftrag für Rheinmetall und einen Kriegsschiff-Vertrag für TKMS.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Weitere Eskalation im Iran-Konflikt mit Auswirkungen auf globale Märkte.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

Offene Fragen

  • Wie wird der Iran weiter reagieren?
  • Welche weiteren Auswirkungen hat der Konflikt auf den Ölmarkt?
  • Wie wird sich die Eskalation auf die globalen Handelsrouten auswirken?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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