Deutsche Industrieaufträge brachen im April um 3,8% ein
Einbruch stärker als erwartet, Nahost-Krieg als Hauptursache
Auf einen Blick
- Deutsche Industrieaufträge sanken im April um 3,8% gegenüber dem Vormonat, was stärker war als die erwarteten 2,0%.
- Der Iran-Krieg und sinkende Nachfrage aus Euro-Ländern und in Branchen wie Auto- und Maschinenbau sind die Hauptursachen.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Der Iran-Krieg hat seit seinem Beginn im März 2026 zu globalen wirtschaftlichen Turbulenzen geführt.
Düsseldorf. Die Aufträge der deutschen Industrie sind im April wegen der sinkenden Nachfrage infolge des Iran-Kriegs fast doppelt so stark eingebrochen wie erwartet. Das Neugeschäft fiel um 3,8 Prozent geringer aus als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Dafür sorgten die schwächere Nachfrage aus den Euro-Ländern und in wichtigen Branchen wie dem Auto- und Maschinenbau. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang von 2,0 Prozent gerechnet, nachdem es im März einen Zuwachs von revidiert 4,5 (bisher: plus 5,0) Prozent gegeben hatte. "Der Nahost-Krieg fordert seinen Tribut", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Der Einbruch sei zwar vor allem eine Gegenbewegung zum starken Anstieg im März, als im ersten Monat des Nahost-Kriegs viele Unternehmen Bestellungen aus Angst vor kriegsbedingten Lieferproblemen vorgezogen hatten. "Aber die Höhe des Minus bereitet Kopfschmerzen", fügte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel, hinzu.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Weitere Rückgänge in der Industrie im Mai
Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen
Regierungsmaßnahmen zur Stabilisierung
Möglich · Innerhalb von Monaten
Offene Fragen
- Wie langfristig wird sich der Krieg auf die deutsche Wirtschaft auswirken?
- Welche konkreten Maßnahmen plant die Regierung als Reaktion?




