Deutsche Post DHL: Gewinn steigt um 8,3 Prozent - Briefmengen sinken
Paketgeschäft kann Rückgang beim Briefversand nicht vollständig kompensieren - Konzernchef bestätigt Jahresziele
Auf einen Blick
- Deutsche Post DHL hat im ersten Quartal einen Gewinnanstieg von 8,3 Prozent auf fast 1,5 Milliarden Euro verzeichnet.
- Der Umsatz sank jedoch um 1,9 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro, was mit negativen Währungseffekten begründet wurde.
- Während die Briefmengen aufgrund der Digitalisierung weiter zurückgehen, konnte das Wachstum im Paketgeschäft den operativen Ergebnisrückgang nicht vollständig ausgleichen.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die Deutsche Post DHL transformiert sich vom klassischen Briefdienstleister zum internationalen Logistikkonzern. Der Strukturwandel im Kommunikationsmarkt stellt das Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen, da die Digitalisierung die Briefmengen kontinuierlich reduziert.
Das Unternehmen begründete diese Entwicklung mit sinkenden Briefmengen, wodurch das Ergebnis belastet werde. Wenn ein Briefträger nur noch einen Brief bis zu einem Haus bringt und nicht mehr zwei oder drei, steigen die sogenannten Stückkosten für den Transport. Paketmenge gestiegen Im Digitalzeitalter schreiben die Menschen immer weniger Briefe und die Firmen verlagern ihre Werbung und Kundenkommunikation immer stärker auf digitale Kanäle – das bekommt die Post zu spüren. Das Paketgeschäft zieht hingegen an, da die Menschen mehr Waren im Internet bestellen als früher. Allerdings habe das Wachstum der Paketmenge die zurückgehenden Briefmengen beim operativen Ergebnis nicht ausgleichen können, hieß es. Der Konzern hat sich in DHL umbenannt, an der Börse heißt er aber noch Deutsche Post. Auch im Inland firmiert er unter dem deutschen Traditionsnamen. Während der weltweit tätige Logistiker im Inland Gegenwind bekam, schnitt er im Ausland zum Jahresstart überraschend gut ab. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg konzernweit den Angaben zufolge um 8,3 Prozent auf fast 1,5 Milliarden Euro. Die vom Unternehmen befragten Analysten hatten durchschnittlich nur ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. Der Umsatz sank allerdings um 1,9 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro, was DHL vor allem mit negativen Währungseffekten begründete. Konzernchef Tobias Meyer bestätigte die Jahresziele. Das Geschäftsmodell sei resilient und die Sparmaßnahmen wirksam, sagte er.
Offene Fragen
- Wie entwickeln sich die Briefmengen in den kommenden Quartalen?
- Welche weiteren Sparmaßnahmen sind geplant?
- Wie wirken sich die Währungseffekte mittelfristig aus?



