Deutscher Industriebericht: Materialmangel verschärft sich im Juni
Auf einen Blick
- Im Juni 2023 klagten 17,2 % der deutschen Unternehmen über Materialengpässe, ein Anstieg von 1,3 % gegenüber Mai.
- Besonders betroffen sind die Chemie- und Elektronikindustrie.
- Die Lage in der Automobilindustrie verschlechterte sich, während sie sich bei Gummi- und Kunststoffwaren entspannte.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die deutsche Industrie sieht sich mit einem wachsenden Problem des Materialmangels konfrontiert, das sich seit Jahresbeginn deutlich verschärft hat.
Die deutsche Industrie klagt über einen steigenden Materialmangel. Im Juni berichteten 17,2 Prozent der Unternehmen von Engpässen, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. Das waren 1,3 Punkte mehr als noch im Mai. Zum Vergleich: Im Januar hatte der Wert noch bei 5,8 Prozent gelegen.
«Die Straße von Hormus ist zwar wieder passierbar, doch die Folgen der Störungen wirken nach», sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. «Bis zur vollständigen Normalisierung der internationalen Lieferketten dürfte es noch einige Zeit dauern.»
Besonders stark betroffen sind unter anderem die chemische Industrie und Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen, wo rund ein Drittel der Unternehmen von Materialengpässen berichtet. Im Maschinenbau blieb die Situation mit 15,6 Prozent nahezu unverändert. In der Automobilindustrie stieg der Anteil der betroffenen Unternehmen von 10,0 auf 15,7 Prozent.Etwas entspannt hat sich die Lage dagegen bei den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren. Dort sank der Anteil der Unternehmen mit Materialmangel von 23,7 auf 11,3 Prozent. Hersteller der Getränkeindustrie meldeten weiterhin keine Engpässe.
Offene Fragen
- Wann normalisieren sich die Lieferketten vollständig?
- Welche weiteren Sektoren werden betroffen sein?



