Deutschlands größter Juwelier: Christ GmbH-Chef Gunnar Binder im Porträt
Auf einen Blick
- Deutschlands größter Juwelier, die Christ GmbH, wird von Gunnar Binder geführt.
- Er übernimmt traditionsreiche Familienbetriebe wie Juwelier Haag in Lüneburg, der nach 94 Jahren schloss, da große Uhrenmarken die Zusammenarbeit beendeten.
- Binder gilt als "Zahlenmensch".
KI-generierte Zusammenfassung
Der langsame Umbruch, der sich seit Jahren in Deutschlands Schmuckhandel vollzieht – weg vom Familiengeschäft, hin zum Großhändler –, ließ sich im Kleinen zuletzt in Lüneburg beobachten: Nach mehr als 94 Jahren schloss Inhaber Axel Golumbeck Ende 2025 den Juwelier Haag in der Bäckerstraße, den einst sein Großvater gegründet hatte.
In den vergangenen Jahren habe er erfahren müssen, „dass sich die Welt der großen Uhrenmarken verändert hat“, sagte Golumbeck der Lokalzeitung. Anbieter wie Rolex, Tag Heuer, Breitling und Omega hätten nacheinander die Zusammenarbeit beendet. Begründung: kein Interesse mehr an einem Standort in Lüneburg. Dabei sei es zuletzt sehr gut gelaufen. „Besonders die Jahre 2020 bis 2023 waren die glänzendsten in unserer Geschichte“, sagte Golumbeck.
Allzu lange mussten die Schmuckfreunde im Nordosten Niedersachsens nicht trauern: Kaum drei Wochen nach Golumbecks Ankündigung berichtete die örtliche Presse: Nachfolger gefunden, „Juwelier Haag geht, Juwelier Christ kommt“. Gunnar Binder hat wieder zugeschlagen.
Seit Anfang 2024 führt Binder die Christ GmbH mit Sitz in Hagen, Deutschlands größten Händler für alles, was glänzt. Und entgegen einem möglichen ersten Impuls, wonach ein Juwelier emotional aufgeladene Produkte verkauft und deshalb am besten selbst gefühlvoll auftreten müsste, lässt sich nach einem Treffen in Hagen festhalten: Der Christ-Chef ist eher der Typ Zahlenmensch.






