DFB-Pokal: LSK Hansa sucht Spielort gegen Werder Bremen
Auf einen Blick
- Fußball-Oberligist LSK Hansa sucht einen Spielort für das DFB-Pokalspiel gegen Werder Bremen.
- Das Hamburger Volksparkstadion kommt wegen Sicherheitsbedenken und der Rivalität zwischen HSV und Werder nicht in Frage.
- Gespräche mit dem FC St.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Der Fußball-Oberligist LSK Hansa muss für sein DFB-Pokal-Spiel gegen Werder Bremen einen Spielort finden, da seine eigene Spielstätte zu klein ist. Das Hamburger Volksparkstadion kommt wegen der Rivalität zwischen HSV und Werder sowie Sicherheitsbedenken nicht in Frage.
Fußball-Oberligist Lüneburger SK Hansa sucht einen Spielort für den DFB-Pokal-Knaller gegen Werder Bremen – und kann dabei aus Sicherheitsgründen offenbar nicht in das Hamburger Volksparkstadion umziehen. Diese Option sei „möglicherweise aus dem Rennen, weil der HSV Auseinandersetzungen zwischen seinen Fans und den Werder-Anhängern befürchtet“, heißt es in einer Mitteilung des LSK. Zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV besteht eine große Rivalität. Aufgrund der geringen Entfernung zwischen Lüneburg und Hamburg trifft sich der LSK-Vorsitzende Raphael Marquardt an diesem Freitag mit Vertretern des FC St. Pauli, um über eine Austragung im Millerntor-Stadion zu sprechen. Mit den Anhängern des Kiezclubs sind die Bremer befreundet. Der Fünftligist aus Lüneburg hatte sich über den Niedersachsen-Pokal der Amateure für den DFB-Pokal qualifiziert. Im Liga-Alltag trägt der LSK seine Heimspiele auf der Sportanlage des Nachbarclubs VfL Lüneburg aus. Die ist für ein Pokalspiel dieser Größenordnung aber zu klein. Rivalität mit blutiger Geschichte Dass der HSV keine Werder-Fans im Volksparkstadion sehen will, hat Gründe, die weit über übliche Fußball-Rivalitäten hinausgehen. Die Feindschaft zwischen den Fanlagern beider Nordclubs gehört zu den brisantesten im deutschen Fußball – und sie hat eine blutige Geschichte. Am 16. Oktober 1982 wurde der damals 16-jährige Werder-Fan Adrian Maleika vor einem Pokalspiel am Volksparkstadion von einem Steinwurf tödlich am Kopf getroffen. Es war der erste Todesfall durch Fan-Gewalt im deutschen Fußball. Drei Mitglieder des HSV-Fanclubs „Die Löwen“ wurden verurteilt, der Werfer selbst nie zweifelsfrei identifiziert. Noch im Dezember 2025 gaben beide Vereine eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie ankündigten, die Gedenkstätte am Volksparkstadion weiterzuentwickeln. Dass die Gewalt kein bloßes Erbe der Vergangenheit ist, zeigen jüngste Vorfälle eindrücklich. Beim Nordderby im Volksparkstadion am 7. Dezember 2025 kam es laut Polizei noch vor dem Anpfiff zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung, an der HSV-Ultras beteiligt waren. Rund 400 Beamte waren im Einsatz, die Fanlager wurden strikt getrennt. Eskalation beim Rückspiel in Bremen Noch heftiger eskalierte die Lage beim Rückspiel in Bremen am 18. April 2026. Nach dem 3:1-Sieg Werders flogen aus dem HSV-Gästeblock Leuchtraketen über den gesamten Platz in die Ostkurve der Werder-Fans. Hsv-Anhänger zündeten Gegenstände an und warfen sie in Nachbarblöcke. Die Feuerwehr musste einen Brand in den Sanitäranlagen löschen. Beim Versuch der Polizei, den Gästeblock zu räumen, kam es zu Schlägereien. Schon vor Anpfiff waren Raketen auf den Rasen geschossen worden – direkt neben das DAZN-Übertragungsteam. Der Sender unterbrach seine Live-Sendung. Werder-Trainer Daniel Thioune sagte anschließend: „Wenn Grenzen überschritten werden, gehört das nicht auf den Fußballplatz. Die Verletzungsgefahr war schon sehr groß.“ Hsv-Coach Merlin Polzin erklärte, man könne das „in keinster Weise gutheißen“. Werder-Abwehrspieler Amos Pieper sprach von „krassen Geschossen“ und sagte: „Dass die über den ganzen Platz fliegen können, damit haben wir nicht gerechnet. Das ist brutal gefährlich.“ Vor diesem Hintergrund wird nachvollziehbar, warum der HSV sein Stadion nicht für eine Partie zur Verfügung stellen will, bei der Tausende Werder-Fans in der direkten Nachbarschaft seiner eigenen Anhänger aufeinandertreffen würden. Die reguläre Heimspielstätte des LSK Hansa, die Sportanlage Sülzwiesen, bietet nur rund 4.000 Zuschauern Platz. Angesichts der lediglich 135 Kilometer zwischen Bremen und Lüneburg rechnen beide Vereine mit enormem Zuschauerinteresse. Sollte auch das Millerntor-Stadion nicht verfügbar sein, könnte der DFB laut seiner bisherigen Eintragung im Datencenter auf das Jahn-Stadion im benachbarten Neetze ausweichen. Eine finale Entscheidung wird nach dem Gespräch am Freitag erwartet.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Eine finale Entscheidung über den Spielort wird nach dem Gespräch am Freitag getroffen.
Wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen
Offene Fragen
- Wird das Millerntor-Stadion für das Spiel zur Verfügung gestellt?
- Wenn nicht, wird das Jahn-Stadion in Neetze als Ausweichort genutzt?
- Wann wird die finale Entscheidung über den Spielort getroffen?


