Newsgather
ZurückDie Gefahr einer Doppelblockade durch Iran und die Huthi
Die Gefahr einer Doppelblockade durch Iran und die Huthi
In Entwicklung
FAZvor 2 StundenPolitik1 Min. LesezeitGermany

Die Gefahr einer Doppelblockade durch Iran und die Huthi

Iran und die Huthi setzen auf Konfrontation und bedrohen wichtige Seewege. Eine Doppelblockade würde den Westen vor massive Probleme stellen.

Auf einen Blick

Iran und die Huthi-Miliz setzen auf Konfrontation und kontrollieren strategische Meerengen wie die Straße von Hormus und das Bab al-Mandab, womit sie die Weltwirtschaft bedrohen und den Westen vor große Herausforderungen stellen.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Iran kontrolliert die Straße von Hormus und führt ein Netzwerk von Verbündeten im Nahen Osten an, während die Huthi im Jemen das Bab al-Mandab bedrohen.

Schriftgröße

Sowohl Iran als auch die Huthi lassen keinen Zweifel daran, dass sie auf Konfrontation und Unnachgiebigkeit setzen. Und beide haben Hebel in der Hand, die nicht nur den USA oder Saudi-Arabien Schmerzen bereiten können, sondern auch der Weltwirtschaft. Während Teheran an seinem Griff auf die Straße von Hormus festhält, erhöhen die jemenitischen Rebellen den Druck auf das Bab al-Mandab.

Es ist ein Armutszeugnis für den Westen und seine Partner am Golf: Nicht nur glaubt das Regime einer Regionalmacht, seinen Willen durchsetzen zu können. Auch eine bewaffnete Gruppe in einem geschundenen Kriegsland scheint jetzt überzeugt zu sein, sie könne der internationalen Gemeinschaft diktieren, wer eine der wichtigsten Meerengen der Welt passieren darf.

Die Gefahr einer Doppelblockade

Eine Doppelblockade wäre nicht nur doppelt schwer zu beseitigen. Sie schmälerte auch die Möglichkeiten, die Wirksamkeit des Hormus-Hebels durch eine Umlenkung der Handels- und Energieexportrouten zu mindern.

Den iranischen Revolutionswächtern und deren arabischer Schattenarmee muss die Ratlosigkeit ihrer Widersacher klar sein. Und umso schwerer dürfte es jetzt werden, ein Einlenken beider zu erzwingen. Sowohl Iran als auch die Huthi haben über die Jahre gelernt, dass schon ihre Schmerztoleranz eine gefährliche Waffe ist, welche die militärische Überlegenheit kurzatmiger Gegner wettmacht.

Irans „Achse“

Die von Iran geführte „Achse des Widerstands“ ist längst ein dicht gewobenes Netz mit immensen Selbsterhaltungskräften und widerstandsfähigen Führungsstrukturen. Nur eine langfristige Strategie führt zum Erfolg, der militärischen Druck mit Bemühungen verbindet, komplexe Finanzflüsse und Lieferketten zu kappen. Die nahöstliche Staaten in die Lage versetzt, Teherans Tentakeln aus eigener Kraft und eigenem Willen zurechtzustutzen. Und die, wenn es sein muss, auch – durchdachte – Deals eingeht.

Davon kann derzeit keine Rede sein. Nicht nur Donald Trump hat Fehler gemacht. Aber er hat die strategische Unentschlossenheit auf aberwitzige Weise auf die Spitze getrieben.

Offene Fragen

  • Wie wird der Westen auf die drohende Doppelblockade reagieren?
  • Welche langfristige Strategie verfolgen die Verbündeten am Golf?

Verwandte Themen

This article was originally published by FAZ.

Ähnliche Meldungen

Mehr zu diesem Themairan