Dobrindt will Abschiebungen nach Afghanistan ausweiten
Auf einen Blick
- Bundesinnenminister Dobrindt plant, Abschiebungen nach Afghanistan deutlich zu erhöhen.
- Drei Charterflüge pro Monat und Einzelrückführungen sind vorgesehen.
- Dies geschieht trotz Nichtanerkennung der Taliban als legitime Regierung.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) plant eine deutliche Ausweitung von Abschiebungen nach Afghanistan. Dies geschieht auf Basis von Gesprächen mit den Taliban, die von der Bundesregierung nicht als legitime Regierung anerkannt werden.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will Abschiebungen nach Afghanistan erheblich ausweiten. »Künftig sind drei Charterflüge pro Monat möglich«, sagte eine Sprecherin des Ministeriums der Nachrichtenagentur dpa. »Zusätzlich sind Einzelrückführungen über Linienflüge jederzeit möglich«, sagte die Sprecherin weiter. Zuvor hatte die Bild am Sonntag (BamS) darüber berichtet.
Grundlage der Ausweitung sind der Sprecherin zufolge Gespräche zwischen Vertretern des Innenministeriums und den in Afghanistan herrschenden islamistischen Taliban. Die Bundesregierung erkennt die Taliban nicht als legitime Regierung Afghanistans an. Die Verhandlungen werden deshalb als Gespräche »auf technischer Ebene« bezeichnet.
Pro Asyl kritisiert Aufwertung der Taliban
Erst kürzlich hat Deutschland 32 Afghanen per Charterflug in ihr Herkunftsland abgeschoben, darunter verurteilte Straftäter. »Wer unseren Schutz missbraucht und hier schwere Straftaten begeht, muss seine Perspektive in seinem Heimatland suchen«, sagte Dobrindt der BamS.
Offene Fragen
- Wie reagieren afghanische Organisationen?
- Welche Sicherheitsvorkehrungen gibt es?



