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BackElon Musk gegen OpenAI: Jury-Auswahl in Oakland abgeschlossen
Elon Musk gegen OpenAI: Jury-Auswahl in Oakland abgeschlossen
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Heise Online28.04.2026Law2 dk okumaGermany

Elon Musk gegen OpenAI: Jury-Auswahl in Oakland abgeschlossen

Neunköpfige Jury gewählt – Richterin zeigt sich zuversichtlich trotz Vorurteilen gegen Musk

Auf einen Blick

  • In Oakland hat die Jury-Auswahl für den Rechtsstreit zwischen Elon Musk und der OpenAI-Führung stattgefunden.
  • Der Milliardär wirft Sam Altman und Greg Brockman vor, gegen die Gründungsvereinbarung verstoßen zu haben, wonach OpenAI eine AGI zum Wohle der Menschheit entwickeln sollte.
  • Von ursprünglich 26 Vorwürfen sind nur noch zwei übrig – wegen ungerechtfertigter Bereicherung und Verletzung einer gemeinnützigen Treuhandpflicht.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Elon Musk war Mitgründer und drei Jahre lang im Vorstand von OpenAI. Er verließ das Unternehmen, bevor dieses mit ChatGPT den KI-Hype auslöste und ein gewinnorientiertes Tochterunternehmen gründete. Musk sieht darin einen Verstoß gegen die ursprüngliche Gründungsvereinbarung.

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Im kalifornischen Oakland ist der Rechtsstreit zwischen Elon Musk und den Chefs von OpenAI in die entscheidende Phase eingetreten, am Montag wurde die neunköpfige Jury ausgewählt. In Anwesenheit des OpenAI-CEOs Sam Altman und von Greg Brockman, dem Präsidenten der KI-Firma, hat die zuständige Richterin den Geschworenen den Zeitplan erklärt, berichtet CNBC. Einige haben demnach eingestanden, ein negatives Bild von Musk zu haben, was sie laut Yvonne Gonzalez Rogers aber nicht disqualifiziert habe: „Die Wahrheit ist, dass Leute ihn nicht mögen“, hat die Richterin demnach an einer Stelle über den Milliardär gesagt. Trotzdem habe sie sich zuversichtlich gezeigt, dass die Ausgewählten das juristische Vorgehen und die Fakten respektieren.

In dem Verfahren (Az. 4:24-cv-04722) geht es um eine Klage, die Elon Musk vor zwei Jahren gegen seine ehemaligen Geschäftspartner eingereicht hat. Der Milliardär war drei Jahre lang im Vorstand von OpenAI, ist aber ausgeschieden, bevor die KI-Firma mit ChatGPT den aktuellen KI-Hype ausgelöst und später ein gewinnorientiertes Tochterunternehmen gegründet hat. Er wirft den Verantwortlichen vor, damit gegen die Gründungsvereinbarung verstoßen zu haben, in der festgelegt wurde, dass OpenAI eine sogenannte Artificial General Intelligence (AGI) zum Wohle der Menschheit entwickeln würde und nicht zur Gewinnmaximierung Einzelner. Als AGI wird ein KI-System bezeichnet, das jede intellektuelle Aufgabe wie ein Mensch verstehen und ausführen kann.

Musk hat versucht, den Wechsel zur gewinnorientierten Arbeit bei OpenAI mit verschiedenen Mitteln zu verhindern. Dazu gehörte auch ein fast 100 Milliarden US-Dollar schweres Übernahmeangebot für das KI-Unternehmen. Von insgesamt 26 Vorwürfen, die Musk ursprünglich gegen die OpenAI-Führung vorgebracht hat, sind laut CNBC nur noch zwei übrig geblieben. Die beziehen sich demnach auf ungerechtfertigte Bereicherung und Verletzung einer gemeinnützigen Treuhandpflicht.

Musk besitzt mit xAI einen direkten Konkurrenten von OpenAI, die KI-Firma wurde inzwischen von seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX übernommen. Das soll in diesem Jahr an die Börse gebracht werden und dabei Rekorde brechen. Auch OpenAI bereitet einen Börsengang vor.

Der Vorlauf zu dem Gerichtsverfahren war auch von Sticheleien zwischen Elon Musk und Sam Altman auf Musks Kurznachrichtendienst X geprägt. Zur Auswahl der Geschworenen wiederholte Musk dort jetzt den Vorwurf, dass Altman und Brockman (die er „Scam Altman und Greg Stockman“ nennt) eine gemeinnützige Organisation gestohlen hätten. Der Account von OpenAI erklärte dort, dass man es kaum erwarten könne, den eigenen Standpunkt vor Gericht darzulegen. Die Klage sei von Beginn an unbegründet gewesen und habe nur das „von Neid getriebene“ Ziel, einen Konkurrenten auszubremsen.

Musk verlangt von dem Gericht unter anderem, dass OpenAI komplett in eine Non-Profit-Forschungsorganisation umgewandelt wird und Altman sowie Brockman von ihren Posten enthoben werden. Auch fordert er eine Wiedergutmachung von mehr als 100 Milliarden US-Dollar – das Geld soll aber nicht an ihn, sondern an den gemeinnützigen Arm von OpenAI gehen. Der Prozess wird jetzt in zwei Phasen aufgeteilt. In der ersten sollen die Geschworenen eine Empfehlung an Richterin Gonzalez Rogers abgeben, die dann entscheidet, ob Musk seine Vorwürfe belegen konnte. Sollte Musk sich hier durchsetzen, wird sie sich dann in der zweiten Phase mit seinen Forderungen beschäftigen und auch dazu eine Entscheidung treffen.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Richterin wird in Phase 1 über Vorwürfe entscheiden – Urteil innerhalb von Wochen erwartet

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

  • Bei Musk-Erfolg: OpenAI muss Non-Profit-Umwandlung prüfen

    Möglich · Innerhalb von Monaten

  • Beide Unternehmen werden 2026 an die Börse gehen

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wird die Jury Musks Vorwürfe als begründet ansehen?
  • Wie wird Richterin Gonzalez Rogers entscheiden?
  • Welche Auswirkungen hat ein Urteil auf die KI-Branche insgesamt?

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This article was originally published by Heise Online.

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