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EU-Kommission startet Bietverfahren für KI-Gigafactories
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Tagesschau Wirtschaftvor 51 MinutenTechnik3 Min. LesezeitGermany

EU-Kommission startet Bietverfahren für KI-Gigafactories

Auf einen Blick

  • Die EU-Kommission hat das Bietverfahren für bis zu sieben KI-Gigafactories eröffnet.
  • Mit bis zu 10 Mrd.
  • Euro öffentlichen Mitteln und 20 Mrd.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die EU-Kommission hat das Bietverfahren für bis zu sieben KI-Gigafactories eröffnet, um die europäische KI-Infrastruktur auszubauen und die Abhängigkeit von US-Hyperscalern zu reduzieren. Das Programm bündelt bis zu 10 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln und soll mindestens 20 Milliarden Euro an privaten Investitionen auslösen.

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Die EU-Kommission hat heute offiziell das Bietverfahren für den Aufbau von bis zu sieben sogenannten KI-Gigafactories eröffnet. Die Initiative für diese neuen riesigen Rechenzentren ist Teil der Strategie, die europäische KI-Infrastruktur auszubauen und den Zugang zu Hochleistungsrechnern zu verbessern.

Das ambitionierte Vorhaben bündelt bis zu zehn Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln der EU sowie der teilnehmenden Mitgliedstaaten. Durch diese öffentlichen Anschubfinanzierungen sollen wiederum mindestens 20 Milliarden Euro an privaten Investitionen ausgelöst werden, sodass sich das Gesamtvolumen des Programms auf über 30 Milliarden Euro beläuft.

Zwei Leistungsklassen

Die Vergabe der Mittel erfolgt über die europäische Supercomputing-Initiative "EuroHPC Joint Undertaking" (EuroHPC JU). Das Beschaffungsverfahren unterteilt sich dabei in zwei Förderklassen.

Die erste Förderklasse sieht die Unterstützung von bis zu vier Projekten vor. In einer ersten Phase können dafür jeweils bis zu 100 Millionen Euro an EU-Mitteln fließen, gefolgt von weiteren bis zu 400 Millionen Euro in Phase zwei. Voraussetzung ist, dass die ausgewählten Standorte in Phase zwei mindestens das Dreifache der Prozessorkapazität der aktuell leistungsfähigsten europäischen KI-Fabrik bereitstellen.

Die zweite Förderklasse richtet sich an bis zu drei noch größere Infrastrukturprojekte. Hier sind bis zu 200 Millionen Euro EU-Förderung pro Projekt in der ersten Phase und bis zu 800 Millionen Euro in der zweiten Phase vorgesehen. Diese Standorte müssen in der zweiten Phase die vierfache Rechenkapazität der heutigen Top-Einrichtung in Europa erreichen.

Europa unabhängig machen

Ziel der Initiative ist es, Europa aus der Abhängigkeit von US-amerikanischen Hyperscalern wie Amazon (AWS), Microsoft und Google zu befreien. Die EU möchte dabei eine eigene, souveräne Infrastruktur für den Aufbau fortschrittlichster KI-Modelle etablieren. Die neuen Superrechenzentren sollen Start-ups, dem Mittelstand, der Industrie sowie der Wissenschaft enorm skalierbare Rechenkapazitäten für das Training und das Finetuning von Algorithmen bereitstellen.

EU-Tech-Kommissarin Henna Virkkunen sprach von einem "Meilenstein": "Der Zugang zu Rechenleistung im Gigawatt-Maßstab ist für Europa eine strategische Notwendigkeit, während sich die KI-Entwicklung beschleunigt."

Erste Frist endet im November

Achtzehn EU-Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Schweden, haben eine gemeinsame Beschaffung mit der EuroHPC JU vereinbart. Die beteiligten Länder verpflichten sich, die bereitgestellten EU-Fördergelder durch nationale Mittel zu ergänzen.

Bewerben können sich Konsortien oder Zweckgesellschaften, die private Unternehmen, öffentliche Stellen und Investoren zusammenbringen. Gigafactories können wahlweise an einem einzelnen Standort oder als verteiltes, grenzüberschreitendes Netzwerk errichtet werden. Die Frist für die Einreichung von Angeboten endet am 12. November 2026. Die Vergabeentscheidungen sollen Anfang 2027 fallen, sodass die Bauarbeiten noch im selben Jahr beginnen können.

Mehrere Bewerbungen aus Deutschland

Auch Deutschland will einen Teil der Fördersumme ins Land holen. Erste Pläne, wichtige deutsche Tech-Unternehmen gemeinsam in einer Art "Deutschland AG" antreten zu lassen, scheiterten jedoch, auch weil SAP und Siemens sich bei ihren Interessensbekundungen stark zurückgehalten hatten.

Nun treten verschiedene Player aus Deutschland getrennt voneinander an und stehen damit auch im Wettbewerb untereinander. Dazu gehören die Deutsche Telekom, Schwarz Digits, die IT- und Digitalsparte der Schwarz-Gruppe, dem Mutterkonzern von Lidl und Kaufland, der Cloud-Anbieter Ionos, der zusammen mit dem Baukonzern Hochtief auftritt, sowie verschiedene kleinere und regionale Akteure wie Impossible Cloud aus Hamburg oder Blue Swan aus Bayern.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Die Vergabeentscheidungen für die KI-Gigafactories werden Anfang 2027 fallen.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Die Bauarbeiten für die KI-Gigafactories können noch 2027 beginnen.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Welche Konsortien werden die Zuschläge erhalten?
  • Wo genau werden die Gigafactories gebaut?
  • Wie schnell wird die Umsetzung erfolgen?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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