EU-Kommission verhängt vorläufige Maßnahme gegen Meta wegen WhatsApp-KI-Zugang
Auf einen Blick
- Die EU-Kommission hat eine vorläufige Maßnahme gegen Meta erlassen, um den Zugang von Drittanbietern zu WhatsApp-Schnittstellen für KI-Assistenten wiederherzustellen.
- Meta hatte den Zugang im Oktober 2025 gesperrt, was die Wahlfreiheit der Nutzer einschränkte.
- Die Kommission sieht darin einen Verstoß gegen EU-Wettbewerbsrecht.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die EU-Kommission untersucht, ob Meta mit Einschränkungen des Zugangs zu WhatsApp-Schnittstellen für Drittanbieter gegen EU-Wettbewerbsrecht verstößt. Meta hatte den Zugang im Oktober 2025 gesperrt, was die Verfügbarkeit von KI-Assistenten für Nutzer einschränkte.
Man fürchte ansonsten »ernsthaften und nicht wiedergutzumachenden Schaden« für den Wettbewerb im wachsenden Markt für universelle KI-Assistenten. Dort hätten kleinere Anbieter und neue Marktteilnehmer derzeit die Chance, etablierte Großunternehmen herauszufordern. Parallel untersucht die Behörde weiter, ob der Konzern mit den Einschränkungen gegen EU-Wettbewerbsrecht verstößt.
Andere Anbieter wurden ausgeschlossen
Die EU-Kommission wacht in der EU über die Einhaltung des Wettbewerbsrechts. Sie untersucht den Fall seit Dezember 2025. Hintergrund ist, dass Meta im vergangenen Oktober Drittanbietern den Zugang zu Schnittstellen sperrte, über die Unternehmen ihre Dienste mit WhatsApp verknüpfen. Das Vorgehen führt laut EU-Kommission dazu, dass für Nutzerinnen und Nutzer nur Metas eigene KI (Meta AI) zur Verfügung stehe.
Nachdem die Kommission schon einmal mit Zwangsmaßnahmen gedroht hatte, öffnete Meta im März den Zugang zwar formal wieder, führte jedoch eine Gebühr ein. Dies werten die Wettbewerbshüter in Brüssel als faktische Fortsetzung der Zugangssperre. Die nun gefallene Entscheidung verpflichte Meta, den Zugang zu denselben Bedingungen wiederherzustellen, die vor dem 15. Oktober 2025 galten.
WhatsApp ist für KI-Unternehmen ein wichtiger Zugangspunkt zu Verbrauchern in Europa, teilte EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera mit. »Mit der heutigen Entscheidung bewahren wir auch die Wahlfreiheit der Bürger in ganz Europa hinsichtlich der KI-Assistenten, die sie mit WhatsApp nutzen möchten, ohne dass diese Entscheidung für sie getroffen wird.«
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Meta wird den Zugang zu den WhatsApp-Schnittstellen zu den Bedingungen vor dem 15. Oktober 2025 wiederherstellen.
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen
Die EU-Kommission wird die Einhaltung der Auflagen genau überwachen.
Hohe Wahrscheinlichkeit · Innerhalb von Monaten
Offene Fragen
- Welche spezifischen Gebühren wurden von Meta eingeführt und wie werden sie bewertet?
- Wie wird Meta auf die Entscheidung der Kommission reagieren?
- Welche weiteren Schritte plant die EU-Kommission, falls Meta die Bedingungen nicht erfüllt?
- Wie wird sich diese Entscheidung auf andere Plattformen und KI-Anbieter auswirken?




