EU-Lobbying Ausgaben steigen stark an
Auf einen Blick
- Großunternehmen steigern ihre Lobbyausgaben bei EU-Institutionen seit 2020 um 50%.
- Tech-Konzerne führen die Ausgaben mit 73 Mio.
- Euro an, gefolgt von Energie- und Chemieunternehmen.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Großunternehmen und Verbände haben ihre Ausgaben für Lobbyarbeit bei EU-Institutionen in den vergangenen Jahren stark gesteigert. Eine Analyse von LobbyControl und Corporate Europe Observatory zeigt, dass die Unternehmen ihre Ausgaben seit 2020 um 50 Prozent gesteigert haben.
Großunternehmen und Verbände haben ihre Ausgaben für Lobbyarbeit bei EU-Institutionen in den vergangenen Jahren stark gesteigert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Organisationen LobbyControl und Corporate Europe Observatory. Demnach haben die Unternehmen ihre Ausgaben dafür seit 2020 um 50 Prozent gesteigert.
Die insgesamt 173 Tech-, Finanz-, Energie- und Chemiekonzerne mit einem angegebenen jährlichen Lobbybudget von mehr als einer Million Euro geben den Berechnungen zufolge etwa 382 Millionen Euro pro Jahr aus. Die Ausgaben vom vergangenen Jahr sind gegenüber 2020 nicht inflationsbereinigt, der Anstieg fällt seitdem aber deutlich stärker aus als die Inflation. Allein seit 2024 sei die Summe um 27 Millionen Euro, beziehungsweise um sieben Prozent, gestiegen.
Mit mindestens 73 Millionen Euro gaben die größten Tech-Unternehmen der Auswertung der Organisationen zufolge das meiste Geld dafür aus, Politikerinnen und Politiker von ihren Anliegen zu überzeugen. Energiekonzerne gaben 52 Millionen Euro, Chemiekonzerne und Branchenverbände ließen sich die Lobbyarbeit mehr als 46,4 Millionen Euro kosten.
Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Weitere Steigerung der Lobbyausgaben durch Unternehmen, um Einfluss auf EU-Gesetzgebung zu nehmen.
Wahrscheinlich · Mittelfristig
Zunehmende Forderungen nach mehr Transparenz bei EU-Lobbying-Aktivitäten.
Sehr wahrscheinlich · Mittelfristig
Offene Fragen
- Welche spezifischen politischen Entscheidungen wurden durch diese Lobbyarbeit beeinflusst?
- Welche Gegenmaßnahmen planen die EU-Institutionen oder zivilgesellschaftliche Organisationen?
- Wie verteilen sich die Ausgaben innerhalb der einzelnen Sektoren (Tech, Energie, Chemie) auf spezifische Unternehmen oder Verbände?
- Sind die angegebenen Lobbybudgets eine vollständige Erfassung aller Ausgaben?



