FIFA untersucht Geste von Schiedsrichter Shaun Evans
Auf einen Blick
- Nach einer Geste des Schiedsrichters Shaun Evans während der WM wird über eine rechtsextreme Symbolik diskutiert.
- Die FIFA untersucht den Vorfall, während eine alternative Erklärung als Scherzspiel im Umlauf ist.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Eine Geste des Schiedsrichters Shaun Evans während der WM wird auf rechtsextreme Symbolik untersucht. Die Geste bildet die Buchstaben W und P und wird mit der "White Power"-Bewegung in Verbindung gebracht.
Doch das Internet wäre nicht das Internet, wenn es nicht jedes Detail wahr- und auseinandernehmen würde. Und so kommt schon nach wenigen Minuten auf X und in anderen Foren die Frage auf: Hat der Typ da gerade das „White Power“-Symbol gezeigt?
Die Geste, bei der die Hand die Buchstaben W (drei ausgestreckte, abgespreizte Finger) und P (Daumen und Zeigefinger als Kreis mit dem Arm als Verlängerung) bildet, ist ein Symbol aus der rechtsextremen Szene und steht für den Glauben an die Vorherrschaft Weißer. Insbesondere in Ozeanien sollte diese Bedeutung bekannt sein: Der australische Attentäter von Christchurch zeigte die Geste während des Gerichtsprozesses. Dass das Symbol dem internationalen „Okay“-Zeichen, wie es etwa im Tauchsport genutzt wird, ähnelt, macht es für alle, die an eine böse Absicht glauben, zur perfekten „Dog Whistle“: Wer die Bedeutung nicht kennt, übersieht es einfach, oder interpretiert es anders. Wer aber darum weiß, erkennt einen Bruder im Geiste.
Die Fifa untersucht den Fall, Evans hat sich bislang nicht geäußert
Also direkt rein in die Detailanalyse: Hat Evans die Finger komplett durchgestreckt? Mit welcher Hand hat er die Geste gezeigt? Ist irgendwas über sein Privatleben bekannt, das auf rassistische Weltanschauungen schließen lässt? Wie lang hält er die Geste, wann beginnt und beendet er sie, ließe sich das als „Okay“ an die Regie interpretieren?
Vielleicht hat die Geste auch gar nichts Tieferes zu bedeuten. Vielleicht ist sie Auswuchs eines kindischen Gedankens im Kopf eines Mannes, der nie wieder eine so große Bühne haben wird wie zu dieser Weltmeisterschaft, der den kurzen Moment im Scheinwerferlicht für etwas gleichermaßen Infantiles wie Herzliches nutzen wollte: Lol, reingeschaut. Das „Circle Game“ ist ein international verbreitetes Scherz-Spiel, so etwas wie das Six-Seven vorangegangener Generationen. Wer es schafft, unauffällig mit der Hand einen Kreis zu formen und seine Freunde dazu zu bringen hindurchzuschauen, darf sie in den Oberarm boxen und sich vor allem freuen, dass er sie (oder ein paar Millionen Fernsehzuschauer) dran gekriegt hat.
Die Fifa hat den Vorfall zur Kenntnis genommen, Shaun Evans hat sich bisher nicht erklärt. Vielleicht aus Überforderung. Vielleicht, weil er nach dem Einsatz ins Bett gegangen ist, nicht wissend, welche Kontroverse er ausgelöst hat. Angemessen wäre also vermutlich, einfach noch ein wenig abzuwarten.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
FIFA wird eine offizielle Erklärung abgeben.
Wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen
Offene Fragen
- Welche Absicht hatte Evans mit der Geste?
- Wird die FIFA Sanktionen verhängen?



