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Forscher: T. rex schrumpften Arme wegen größerer Beute
Wissenschaft
Die Welt25.05.2026Wissenschaft2 dk okumaGermany

Forscher: T. rex schrumpften Arme wegen größerer Beute

Auf einen Blick

  • Forscher vermuten, dass die winzigen Arme von Dinosauriern wie dem T. rex eine Folge der Evolution größerer Pflanzenfresser waren.
  • Die Raubsaurier entwickelten größere Köpfe und Zähne, um die Giganten zu überwältigen, während die Arme schrumpften.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Forscher rätseln seit Jahrzehnten über die Stummelarme von Raubdinosauriern wie dem T. rex. Eine neue Theorie besagt, dass die schrumpfenden Arme eine evolutionäre Anpassung an immer größere Pflanzenfresser waren. Diese Giganten machten eine neue Hauptwaffe – einen großen Kopf mit gewaltigen Zähnen – bei den Raubtieren nötig, während die Arme schrumpften.

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Heute lebende Raubtiere wie Tiger oder Löwen haben oft beeindruckende Vorderpranken – die Ärmchen des T. rex und anderer räuberischer Dinos muten hingegen lächerlich an. Forscher rätseln seit Jahrzehnten über die Stummelarme. Nun hält ein Team eine bestimmte Theorie für die wahrscheinlichste: Die immer größeren Pflanzenfresser jener Zeit machten eine neue Hauptwaffe – einen großen Kopf mit gewaltigen Zähnen – nötig, im Gegenzug schrumpften die kaum noch benötigten Arme.

Demnach könnten die Ärmchen ähnlich wie unser Steißbein oder die Weisheitszähne ein evolutionärer Überrest gewesen sein – ein eigentlich unnötiges und funktionell enorm verkleinertes, aber noch vorhandenes Gliedmaß.

Ausgewachsen konnte ein Tyrannosaurus rex zwölf Meter groß sein und acht Tonnen wiegen, seine dünnen Ärmchen maßen dann nicht einmal einen Meter. Nicht nur er und seine engen Verwandten, sondern auch vier andere Gruppen fleischfressender Dinosaurier hatten winzige Arme. Der Carnotaurus zum Beispiel hatte noch kleinere Stummelärmchen als der T. rex.

Wahrscheinlich sei die Verkleinerung im Zuge der Entwicklung robuster, kräftiger Köpfe entstanden, erklären Forschende um Charlie Roger Scherer vom University College London im Fachjournal „Proceedings B“ der britischen Royal Society. Das Team bezog Daten zu Vordergliedmaßen, Schädel und Gesamtgröße von 82 Dinoarten in seine Analyse ein. Kleinere Arme waren demnach eng mit der Entwicklung großer, kräftiger Schädel und Kiefer verbunden, stärker als mit der Gesamtkörpergröße.

Solche Anpassungen seien oft in Gebieten mit gigantischer Beute aufgetreten. Sicherlich habe es ein evolutionäres Wettrüsten gegeben, im Zuge dessen auch die räuberischen Dinos immer größer geworden seien. Die Forschenden vermuten, dass die langhalsigen, langschwänzigen Pflanzenfresser letztlich zu groß wurden, um von den Raubsauriern noch allein mit der Wucht zupackender Klauen überwältigt werden zu können. „Der Kopf übernahm die Rolle der Arme als Angriffsinstrument.“

Die Vordergliedmaßen hätten ihre ursprüngliche Funktion damit verloren und seien immer mehr reduziert worden. Welche Teile der Arme am stärksten eingekürzt wurden, unterscheide sich von Gruppe zu Gruppe.

Offene Fragen

  • Welche spezifischen Teile der Arme wurden bei verschiedenen Dinosauriergruppen am stärksten eingekürzt?
  • Gab es weitere evolutionäre Vorteile der schrumpfenden Arme, die über die reine Anpassung an größere Beute hinausgingen?
  • Wie genau korreliert die Größe des Schädels mit der Größe der Arme über verschiedene Dinosaurierarten hinweg?

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This article was originally published by Die Welt.

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