Fragebogen zum Wehrdienst: 194.000 junge Menschen angeschrieben
Bundeswehr verschickt seit Januar Fragebögen an 18-Jährige / verpflichtend für Männer, freiwillig für Frauen
Auf einen Blick
- Die Bundeswehr hat seit Januar 194.000 Fragebögen an 18-Jährige verschickt.
- Männer müssen den Fragebogen beantworten, Frauen können freiwillig teilnehmen.
- Das Verteidigungsministerium kann noch keine verlässlichen Aussagen zur Resonanz machen.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz wurde Ende 2025 vom Bundestag beschlossen. Es sieht vor, dass junge Menschen bereits mit 18 Jahren angeschrieben werden, um Eignung und Bereitschaft zum Wehrdienst zu erfassen. Im Dezember 2025 hatten einige Jugendorganisationen zu Protesten gegen die Wehrdienstpläne aufgerufen.
Mit dem neuen Wehrdienstgesetz will die Bundesregierung die Bundeswehr personell stärken. Dazu gehören auch die Fragebögen, welche 18 Jahre alte Männer und Frauen seit dem 15. Januar erhalten. Nun hat die Bundeswehr auf Anfrage der Nachrichtenagentur KNA mitgeteilt, wie viele dieser Briefe bereits versandt worden sind. Einer Sprecherin zufolge wurden bis zum 24. April 194.000 dieser Anschreiben verschickt.
Die Maßnahme ist Teil des Wehrdienst-Modernisierungsgesetzes, das der Bundestag Ende des vergangenen Jahres beschlossen hatte. Die Anschreiben, die per QR-Code zu einem Online-Fragebogen führen, sollen den Angaben zufolge jungen Menschen frühzeitig Orientierung bieten und zugleich die »personelle Einsatzbereitschaft der Bundeswehr« langfristig stärken.
Der Wehrdienst bleibt freiwillig. Männer müssen allerdings den Fragebogen beantworten; Frauen können dies freiwillig tun. Zur Resonanz auf die Aktion ließen sich derzeit noch keine verlässlichen Aussagen machen, so die Sprecherin des Verteidigungsministeriums. Das habe unter anderem mit dem sukzessiven Versand der Anschreiben sowie den unterschiedlichen Fristen für den Rücklauf zu tun. Erst im Laufe des Jahres seien »valide Rückschlüsse« möglich.
Im Dezember hatten einige Jugendorganisationen zu Protesten gegen die Wehrdienstpläne aufgerufen.
Offene Fragen
- Wie viele der angeschriebenen Personen haben den Fragebogen bereits ausgefüllt?
- Wie viele Frauen haben freiwillig teilgenommen?
- Welche konkreten Maßnahmen plant die Bundeswehr bei geringer Resonanz?



