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Frankreich beendet Zusammenarbeit mit US-KI-Firma Palantir
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Die Zeit16.06.2026Technik3 dk okumaGermany

Frankreich beendet Zusammenarbeit mit US-KI-Firma Palantir

Auf einen Blick

  • Frankreich beendet die Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Palantir aufgrund von Bedenken hinsichtlich digitaler Abhängigkeiten.
  • Premierminister Lecornu kündigte Investitionen in ein eigenes KI-System an, um die Unabhängigkeit zu stärken.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Frankreich will seine digitale Souveränität stärken und neue strategische Abhängigkeiten im KI-Bereich vermeiden. Dies geschieht vor dem Hintergrund von Einschränkungen US-amerikanischer KI-Anbieter.

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Der französische Inlandsgeheimdienst will seine Zusammenarbeit mit dem umstrittenen US-Unternehmen Palantir beenden. »Wir können im digitalen Bereich keine neuen strategischen Abhängigkeiten akzeptieren«, sagte Premierminister Sébastien Lecornu in einem in Onlinediensten verbreiteten Video. Lecornu kündigte an, Frankreich werde 655 Millionen Euro in die Entwicklung eines eigenen, alternativen Systems investieren.

Die Entscheidung fiel kurz nachdem das US-KI-Unternehmen Anthropic auf Anweisung der US-Behörden den Zugang zu seinen leistungsstarken KI-Modellen Fable 5 und Mythos 5 für Nutzer außerhalb der USA eingeschränkt hatte. Der Schritt löste in Frankreich Forderungen nach größerer Unabhängigkeit von den Vereinigten Staaten bei der KI-Entwicklung aus. Frankreich dürfe nicht vom »guten Willen bestimmter Partner« abhängen, die in der Lage seien, den Zugang zu KI-Anwendungen zu sperren, sagte Lecornu.

Palantir ist auf Datenanalyse und KI spezialisiert und zählt neben Unternehmen auch Regierungen zu seinen Kunden. Die Palantir-Software vereinheitlicht Daten und macht sie sofort analysierbar. Dabei kommt KI zum Einsatz.

Kritik an Palantir-Software

Die Bundeswehr hatte sich gegen den Einsatz ‌von Palantir ausgesprochen. Unionsinnenminister etwa in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen hatten sich hingegen ‌für die Software des Unternehmens entschieden.

Palantir steht unter anderem wegen seiner Zusammenarbeit mit der US-Regierung von Präsident Donald Trump beziehungsweise der dabei eingesetzten Software in der Kritik. Dabei geht es unter anderem um Überwachungssoftware, die dazu eingesetzt wird, auch in nicht militärischem Kontext bestimmte Personen als vermeintliche »Gefährder« zu erkennen – unter anderem Migranten und Demonstrierende.

In den vergangenen Jahren hat Palantir sich bemüht, stärker auf den europäischen Markt vorzudringen. Datenschützer fürchten, dass durch das Verwenden der Software vertrauliche Daten in die Hände von US-Geheimdiensten gelangen könnten. Außerdem steht der Mitgründer und Investor Peter Thiel in der Kritik. Er ist bekannt für seine rechtskonservativen Positionen und seine Nähe zu US-Präsident Trump.

In der EU fehlen die Rechenzentren

Die großen KI-Modelle kommen derzeit aus den USA, wo Milliardeninvestitionen in die Branche fließen. Die EU will zwar unabhängiger werden, bislang fehlen nach Einschätzung der EU-Kommission aber unter anderem die Rechenzentren für Künstliche Intelligenz.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Andere EU-Länder könnten ähnliche Schritte zur Reduzierung der Abhängigkeit von US-KI-Unternehmen erwägen.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wie wird sich die Entscheidung auf andere europäische Länder auswirken?
  • Welche konkreten Alternativen entwickelt Frankreich?
  • Wie reagiert Palantir auf die Kündigung?

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This article was originally published by Die Zeit.

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