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Frankreichs Umweltministerin tritt wegen Pestizid-Gesetz zurück
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Handelsblattvor 4 StundenPolitik1 Min. LesezeitGermany

Frankreichs Umweltministerin tritt wegen Pestizid-Gesetz zurück

Auf einen Blick

  • Frankreichs Umweltministerin Monique Barbut tritt aus Protest gegen ein neues Agrargesetz zurück, das vorübergehende Ausnahmen für den Einsatz bienenschädigender Pestizide erlaubt.
  • Das Parlament verabschiedete das Gesetz am Dienstag.
  • Barbut wirft der Regierung vor, eine Debatte über die Ausnahme verhindert zu haben.

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Warum es wichtig ist

Frankreichs Umweltministerin Monique Barbut tritt aus Protest gegen ein neues Agrargesetz zurück, das Ausnahmen für bienenschädigende Pestizide erlaubt. Sie war erst im Oktober letzten Jahres ins Amt gekommen.

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Paris. Frankreichs Umweltministerin Monique Barbut tritt aus Protest gegen ein umstrittenes Agrargesetz zurück. Die Regelung erlaubt vorübergehende Ausnahmen für den Einsatz bislang verbotener Pestizide, die Wissenschaftlern zufolge Bienen schädigen können. Barbut kündigte an, ihren Rücktritt am heutigen Mittwoch bei Präsident Emmanuel Macron einzureichen. Sie war erst im Oktober vergangenen Jahres ins Amt gekommen.

Das Parlament hatte das Gesetz am Dienstag verabschiedet. Es ermöglicht der französischen Behörde für Lebensmittel-, Umwelt- und Arbeitsschutz, für einzelne angeschlagene Agrarbranchen ausnahmsweise den Einsatz der Wirkstoffe Acetamiprid und Flupyradifuron zu genehmigen. Vorgesehen ist dies für Zuckerrüben, Äpfel, Haselnüsse und Kirschen.

Barbut warf der Regierung vor, entgegen früheren Zusagen eine Debatte über die Streichung der Pestizid-Ausnahme verhindert zu haben. In den vergangenen neun Monaten habe sie sich für den Schutz von Wäldern, Wasser, Luft, Böden und Artenvielfalt eingesetzt. Nun müsse sie feststellen, dass die Gegenkräfte so stark geworden seien, dass sie diesen Anspruch nicht mehr durchsetzen könne.

Offene Fragen

  • Wer wird Monique Barbuts Nachfolger?
  • Welche Auswirkungen hat das Gesetz auf die Bienenpopulation?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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