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Französischer Fußballverband will gegen paraguayische Senatorin wegen rassistischer Beleidigungen vorgehen
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Französischer Fußballverband will gegen paraguayische Senatorin wegen rassistischer Beleidigungen vorgehen

Auf einen Blick

  • Der französische Fußballverband FFF will rechtliche Schritte gegen die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia einleiten, nachdem diese den französischen Fußballstar Kylian Mbappé rassistisch beleidigt hatte.
  • Auch Präsident Macron verurteilt die Aussagen.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia hat den französischen Fußballstar Kylian Mbappé rassistisch beleidigt. Der französische Fußballverband und Staatspräsident Macron haben dies scharf verurteilt.

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Der Skandal um die rassistischen Beleidigungen des französischen Topstars Kylian Mbappé schlägt weiter hohe Wellen. Frankreichs Fußballverband will juristisch gegen die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia vorgehen. Ihre Bemerkungen seien „verabscheuungswürdig und inakzeptabel“, hieß es in einem Statement des Verbands. Man werde Anzeige bei der Staatsanwaltschaft stellen, um rechtliche Schritte einzuleiten.

Amarilla de Boccia, die Mbappé zuletzt wüst beschimpft hatte, veröffentlichte einen Brief und erklärte sich. Ihr Problem sei zwischen ihr und dem Spieler und beziehe sich nicht auf das Land Frankreich, war die Kernbotschaft. Sie bedauere Teile ihrer Aussagen. „Schon nach kurzer Zeit bereute ich es, dich mit denselben Beleidigungen beschimpft zu haben, die ich selbst zu hören bekomme“, schrieb Amarilla de Boccia. Auch sie werde als Latina und wegen ihrer Hautfarbe angegangen.

Amarilla de Boccia forderte dann selbst eine Entschuldigung von Mbappé – und setzte zu neuen herben Aussagen an. Sie warf ihm geschlechtsspezifische Gewalt in seinen Äußerungen über sie vor und drohte ebenfalls mit rechtlichen Schritten, sollte er diese nicht zurücknehmen.

Sogar Macron schaltet sich ein

„Ich sichere unserem Kapitän, den Spielern und ganz allgemein allen Opfern solch abscheulicher Äußerungen meine volle Unterstützung zu“, schrieb Frankreichs Verbandspräsident Philippe Diallo zuvor bei X. „Die Spieler der französischen Nationalmannschaft repräsentieren Frankreich. Es ist unser Land, das hier beleidigt wird.“ Die Äußerungen seien „strafbar“ und „verwerflich“.

Auch Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron meldete sich zu Wort. „Ein weiteres Tor für Kylian Mbappé. Diesmal gegen Rassismus“, teilte der 48-Jährige bei X mit. „Ich unterstütze ihn voll und ganz. Wenn Worte verletzen, setzen unsere Werte ein Zeichen: Würde, Respekt, Brüderlichkeit.“

Amarilla de Boccia hatte Mbappé nach dem hitzigen WM-Achtelfinale zwischen Paraguay und Frankreich (0:1) in den sozialen Medien als „Trottel“ bezeichnet, der nicht mal schreiben gelernt habe. „Statt Muttermilch hat er Kokosnüsse ausgesaugt, und das Gebildetste, was er je gehört hat, waren Schimpansen. Hättest du ihm doch den Mittelfinger gezeigt, Orlando Gill. Ich mache das im Senat auch, und da passiert überhaupt nichts!!!“

Während des Duells zwischen Frankreich und Deutschland-Bezwinger Paraguay am Samstag in Philadelphia war Mbappé immer wieder hart attackiert worden, hatte aber auch ausgeteilt. Nach Spielende verweigerte er Paraguays Torwart Orlando Gill den Handschlag, jubelte mit einer provokanten Geste.

Die Politikerin schrieb über Mbappé unter anderem außerdem, er sei ein „kolonisierter Kameruner“, der den harten Franzosen spiele, „voller Minderwertigkeitskomplexe, neureich, arrogant und hässlich“.

Mbappé und Sportministerin reagieren

Mbappé hatte mit deutlichen Worten auf die Beleidigungen der Politikerin reagiert. „Sie sind eine verachtenswerte Frau und unwürdig Ihres Amtes“, schrieb der Stürmer von Real Madrid unter anderem bei X. Sie vertrete nicht das Paraguay, das während der WM „von Leidenschaft und Ehre durchdrungen“ gewesen sei. Er werde Menschen wie Amarilla de Boccia „niemals die Freiheit lassen, ihren Hass und ihren Rassismus in der Welt zu verbreiten“.

Auch Frankreichs Sportministerin Marina Ferrari hatte bereits empört auf die verbalen Entgleisungen der Senatorin reagiert. Indem Amarilla de Boccia Mbappé angreife, greife sie alles an, „was unser Kapitän verkörpert, und alles, wofür unser Land eintritt: die Freiheit, die Gleichheit und die Brüderlichkeit“.

Offene Fragen

  • Wie wird die paraguayische Regierung auf die rechtlichen Schritte reagieren?
  • Wird es weitere Entschuldigungen oder Konsequenzen geben?

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This article was originally published by FAZ.

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