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Germany's Dual Challenge: Education and Future Mentality
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Handelsblatt2.6.2026Education1 Min. LesezeitGermany

Germany's Dual Challenge: Education and Future Mentality

Auf einen Blick

  • Thomas Druyen argues Germany faces both an education and a mentality problem regarding the future.
  • He posits that the education system's focus on stability and the past, coupled with a deep-seated skepticism towards the future, creates a structural disadvantage in a rapidly changing, AI-accelerated world.

KI-generierte Zusammenfassung

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Herr Druyen, Frau Heil, Sie schreiben, klassische Bildung reagiere nur noch auf die Vergangenheit. Hat Deutschland ein Bildungsproblem oder ein Mentalitätsproblem gegenüber der Zukunft?

Thomas Druyen: Deutschland hat beides, sowohl ein Bildungsproblem als auch ein Mentalitätsproblem. Aber die Reihenfolge ist entscheidend: Das Bildungsproblem ist oft nur die sichtbare Oberfläche. Darunter liegt eine tief sitzende Zukunftsskepsis: Wir verwalten gern das Bewährte, wir optimieren das Gestern, und wir nennen das „Sicherheit“. In einer Welt, die nicht mehr linear, sondern sprunghaft und KI-beschleunigt läuft, wird diese Haltung zum strukturellen Nachteil.

Der sich wie beheben ließe?

Druyen: Klassische Bildung reagiert, weil sie historisch dafür gebaut wurde: Kanon, Stoffpläne, Prüfungslogik, Zertifikate. Alles ist auf Stabilität und Vergleichbarkeit ausgerichtet. Zukunft aber ist das Gegenteil: unübersichtlich, widersprüchlich, offen. Wer Zukunft ernst nimmt, kann sie nicht „unterrichten“ wie eine Epoche. Man muss sie psychologisch bearbeiten: mit Vorstellungskraft, Urteilskraft, Verantwortungsfähigkeit, Mut zur Unfertigkeit und einem trainierten Umgang mit Unsicherheit.

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This article was originally published by Handelsblatt.

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