Glaube und Religion bei der Fußball-WM so sichtbar wie nie zuvor – Kritik in Deutschland
Auf einen Blick
- Bei der Fußball-WM ist Glaube und Religion durch Aktionen von Spielern wie Felix Nmecha und Jonathan Tah sowie Teams wie Panama besonders sichtbar.
- Dies führt in Deutschland zu Kritik, während Präses Thorsten Latzel Parallelen zwischen Glaube und Sport betont.
KI-generierte Zusammenfassung
Düsseldorf. Dieses Foto ging um die Fußball-Welt. Es zeigt die beiden Nationalspieler Felix Nmecha und Jonathan Tah, wie sie nach dem deutschen WM-Auftakt gegen Curaçao (7:1) zusammen mit mehreren Gegenspielern beten. „Wir sind im Spiel Gegner. Und nach dem Spiel sind wir alle Christen“, sagte Nmecha der ARD dazu.
Glauben und Religion sind bei dieser Weltmeisterschaft so sichtbar wie noch bei keinem anderen vergleichbaren Turnier zuvor. „Ballers in God“ ist ein 2015 gegründetes Netzwerk christlicher Fußballer, das viele dieser Aktionen in den sozialen Medien aufnimmt und verbreitet: Frankreichs früherer Bundesliga-Profi Maxence Lacroix (Crystal Palace), wie er mit der Bibel in der Hand in die Kabine geht. Oder Panamas gesamte Mannschaft, wie sie nach der Niederlage gegen Ghana einen Kreis bildet und betet.
Das sorgte gerade in Deutschland für Kritik. Aber überraschend ist diese Entwicklung an sich erst mal nicht. „Glaube und Sport haben viel gemeinsam“, sagt Präses Thorsten Latzel, der Sportbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Deutschen Presse-Agentur: „Es geht bei beiden um Haltung, Werte, Gemeinschaft, Teamgeist, Fairness über Grenzen hinweg.“




