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Grünen-Politikerin Dröge kritisiert EU-Abschiebezentren scharf
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Die Welt03.06.2026Politik2 dk okumaGermany

Grünen-Politikerin Dröge kritisiert EU-Abschiebezentren scharf

Auf einen Blick

  • Die Grünen-Bundestagsfraktionsvorsitzende Katharina Dröge kritisiert die EU-Pläne für Abschiebezentren in Drittstaaten scharf.
  • Sie bezeichnet die Asylreform als "menschlich kalt" und "fatale Entscheidung", die von Innenminister Dobrindt gefördert wurde.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

The European Union has agreed on new asylum rules that include the establishment of deportation centers in third countries for rejected asylum seekers. This decision follows negotiations involving the European People's Party (EVP) and right-wing parties in the EU Parliament.

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Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katharina Dröge, hat die Entscheidung der Europäischen Union zu Abschiebezentren in Drittstaaten für abgelehnte Asylbewerber scharf kritisiert. „Diese Asylreform der EU hat mit einer wirksamen, menschenrechtskonformen und rechtsstaatlichen Migrationspolitik nichts zu tun“, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Wer selbst Familien mit Kindern bis zu 30 Monate in Haft nehmen will, macht eine menschlich kalte Politik. Das lehnen wir Grünen ganz eindeutig ab.“

Diese Politik erschwere den Zugang zu Recht systematisch und schaffe keine Ordnung, sondern Chaos auf Kosten der Menschenrechte. Dröge fügte hinzu: „Es ist insbesondere der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt, der in Brüssel für diese fatale Entscheidung geworben hat. Dobrindt verursacht schon in Deutschland eine Politik von Chaos und unnötiger Härte.“ Es sei „sehr schlecht“, wenn sich das jetzt in ganz Europa fortsetze.

Besonders alarmierend sei, dass dieser Kompromiss unter Beteiligung der extremen Rechten zustande gekommen sei, betonte die Grünen-Politikerin. Die Konservativen gäben ihrem Druck nach und demontierten das Asylsystem. „Europa braucht eine Migrationspolitik, die funktioniert und zugleich die Menschenrechte achtet“, mahnte Dröge. „Die jetzt beschlossene Verordnung entfernt sich von diesem Anspruch und setzt stattdessen auf eine Symbolpolitik der Härte mit ungewissen praktischen Folgen und gravierenden menschenrechtlichen Risiken.“

In die speziellen Rückkehrzentren („Return Hubs“) außerhalb der EU sollen abgelehnte Asylbewerber kommen, die nicht in ihre Herkunftsländer zurückgebracht werden können – etwa, weil das Heimatland sich weigert, sie zurückzunehmen oder die Bundesregierung keine diplomatischen Beziehungen zu dem betroffenen Staat pflegt. Wo solche Zentren außerhalb der EU errichtet werden könnten, ist noch unklar. Im Gespräch ist unter anderem Uganda.

Der Einigung über die neuen Asylregeln war ein gemeinsamer Beschluss von der Europäischen Volkspartei (EVP) unter Führung von Manfred Weber (CSU) und dem rechten Flügel im EU-Parlament vorausgegangen. Recherchen der Deutschen Presse-Agentur hatten offengelegt, dass die EVP bei dem Thema enger mit den Rechtsextremen kooperiert hatte, als zuvor bekannt gewesen war.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Further political debate and potential legal challenges regarding the human rights implications of the EU's new asylum rules.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Increased scrutiny of the cooperation between the European People's Party and far-right parties in the EU Parliament.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

Offene Fragen

  • Where exactly will these deportation centers outside the EU be located?
  • What are the specific practical consequences and human rights risks of these new regulations?
  • How will the "Return Hubs" function in practice, especially for individuals whose home countries refuse to take them back?
  • What is the extent of cooperation between the EVP and far-right parties on this issue?

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This article was originally published by Die Welt.

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