Hackerangriff auf Liechtensteiner Geldwäsche-Register: Daten von 31.000 Personen gestohlen
Auf einen Blick
- Cyberkriminelle haben bei einem Hackerangriff auf das Liechtensteiner Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen Daten von rund 31.000 Personen gestohlen.
- Die Regierung hat einen Krisenstab eingerichtet und untersucht den Vorfall, um Betroffene schnellstmöglich zu informieren.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Cyberkriminelle haben Daten von rund 31.000 Personen aus dem Liechtensteiner Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen gestohlen, das zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung dient. Die Regierung hat daraufhin einen Krisenstab einberufen.
Bei einem Hackerangriff auf das kleine Fürstentum Liechtenstein haben Cyberkriminelle die Daten von rund 31.000 Personen aus einem Register zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung gestohlen. Der Vorfall habe sich bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ereignet, teilte die Regierung von Liechtenstein mit. Sie habe einen Krisenstab einberufen.
Ziel der Hacker sei das 2021 eingerichtete »Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen« gewesen, heißt es in der Erklärung weiter. Liechtenstein führt dieses Verzeichnis nach eigenen Angaben, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern. Es enthält Namen und andere Daten von Personen, die hinter Firmen, Stiftungen oder Treuhänderschaften stehen.
Ein Ermittlungsteam untersucht den Vorfall weiter und will Betroffene schnellstmöglich informieren. Die Regierungschefin von Liechtenstein, Brigitte Haas, und der Justizminister Emanuel Schädler leiten den Krisenstab.
Das Fürstentum Liechtenstein ist eines der kleinsten Länder der Welt. Es zählt rund 41.000 Einwohner und ist mit nur 160 Quadratkilometern in etwa so groß wie Wuppertal. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zählt Liechtenstein jedoch zu den wohlhabendsten Staaten der Erde.
Einer der erfolgreichsten Wirtschaftszweige sind Finanz- und Bankendienstleistungen. Vor vielen Jahren haben vor allem Europäer dort Stiftungen und Konten zur Steuerhinterziehung missbraucht. 2017 wurde das Bankgeheimnis in Steuerangelegenheiten aber aufgehoben.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Betroffene Personen werden schnellstmöglich über den Vorfall informiert.
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen
Offene Fragen
- Wie konnten die Hacker in das System eindringen?
- Welche konkreten Daten wurden gestohlen?
- Welche Folgen hat der Datenverlust für die Betroffenen?

