Hantavirus-Ausbruch: Kreuzfahrtschiff "Hondius" darf wieder in See stechen
Auf einen Blick
- Nach einem Hantavirus-Ausbruch mit drei Todesfällen darf das Kreuzfahrtschiff "Hondius" wieder in See stechen.
- Die Desinfektion wurde erfolgreich abgeschlossen, und das Schiff soll ab dem 13.
- Juni wieder für Kreuzfahrten eingesetzt werden.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Ein Hantavirus-Ausbruch ereignete sich an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Hondius" während einer Reise von Argentinien zu den Kapverden. Drei Passagiere starben, darunter eine Deutsche. Das Schiff wurde erfolgreich desinfiziert und soll nun wieder in See stechen.
Erst diese Woche wurde ein weiterer Passagier der »Hondius« positiv auf das Hantavirus getestet, am Donnerstag verlängerten die australischen Behörden zudem die Quarantäne für mehrere Gäste des Kreuzfahrtschiffes bis zum 23. Juni.
Das Schiff dagegen will bereits früher wieder in See stechen.
Nach Abschluss der Inspektionen solle die »Hondius« aus dem Rotterdamer Hafen auslaufen und bereits ab dem 13. Juni wieder für Kreuzfahrten eingesetzt werden, teilte der Eigner des Kreuzfahrtschiffs, das Unternehmen Oceanwide Expeditions, mit.
Das Kreuzfahrtschiff wurde nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch an Bord erfolgreich desinfiziert, wie die niederländischen Behörden mitteilten. Das Schiff könne wieder in See stechen, erklärte die Gesundheitsbehörde von Rotterdam. Die »Hondius« sei »effektiv gesäubert und die Desinfektion im Einklang mit den vorgeschriebenen Richtlinien ausgeführt« worden.
Bei dem Virusstamm, der sich auf der »Hondius« verbreitete, handelte es sich um das Andesvirus. Es ist der einzige Hantavirusstamm, der nachweisbar von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Zu dem Ausbruch des gefährlichen Virus war es während einer Reise der »Hondius« von der Südspitze Argentiniens zu den Kapverden gekommen.
Drei Passagiere starben, darunter eine Deutsche. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass ihr seit dem Hantavirus-Ausbruch an Bord des Kreuzfahrtschiffs insgesamt zwölf bestätigte oder vermutete Infektionsfälle gemeldet worden seien. Hantaviren verursachen schwere Atemwegserkrankungen, eine Impfung gibt es nicht.
Zwar gibt es Hantaviren nahezu weltweit, ebenso wie vielversprechende Kandidaten für Impfstoffe und Therapien. Doch um diese marktreif zu bekommen, bräuchten Forschende mehr Geld – und mehr Patienten. Lesen Sie hier mehr dazu , ob neue Hantavirus-Impfstoffe hergestellt werden.
Offene Fragen
- Wie viele weitere Passagiere könnten noch infiziert sein?
- Welche präventiven Maßnahmen werden zukünftig ergriffen, um solche Ausbrüche zu verhindern?
- Gibt es Langzeitfolgen für die Überlebenden der Infektion?



