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Hoffnungen auf US-Iran-Abkommen treiben Aktienmärkte, Ölpreise fallen
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Hoffnungen auf US-Iran-Abkommen treiben Aktienmärkte, Ölpreise fallen

Auf einen Blick

  • Hoffnungen auf ein baldiges Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran haben am Freitag zu fallenden Ölpreisen und einem Aufschwung an den deutschen Aktienmärkten geführt.
  • Der DAX stieg um 1,76 Prozent.
  • US-Präsident Trump deutete eine Einigung an, während Experten Skepsis äußern.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Hoffnungen auf ein baldiges Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran haben am Freitag zu fallenden Ölpreisen und einem Aufschwung an den deutschen Aktienmärkten geführt. US-Präsident Trump deutete eine Einigung an, während Experten Skepsis äußern.

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Hoffnungen auf ein baldiges Rahmenabkommen der USA mit Iran haben am Freitag zu fallenden Ölpreisen geführt und dem deutschen Aktienmarkt einen Schub nach oben gegeben. Der DAX stieg zeitweise um mehr als 2 Prozent. Am Ende stand der Leitindex noch 1,76 Prozent im Plus bei 24.635 Punkten. Der MDAX gewann am Freitag 1,99 Prozent auf 32.083 Zähler.

US-Präsident Donald Trump hatte seine für Donnerstagabend angekündigten Angriffe auf den Iran abgesagt und einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen in Aussicht gestellt. "Wir haben gerade eine großartige Einigung im Krieg mit dem Iran erzielt", behauptete Trump. Die Dokumente sollten in Kürze fertiggestellt und vielleicht schon an diesem Wochenende in Europa unterzeichnet werden. Auch die Islamische Republik sprach von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss.

Einige Fachleute bleiben skeptisch: "Die Kursgewinne dürften auf Sand gebaut sein, wenn ein glaubhaftes Kriegsende nicht von allen Seiten bestätigt wird", sagte Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Mit einer bloßen Absichtserklärung wird sich der Markt nicht lange zufriedengeben."

Unterstützung erhalten die Aktienmärkte von den fallenden Ölpreisen. Rohöl der Nordseesorte Brent wurde zeitweise bei 85,80 Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt und damit auf dem tiefsten Stand seit April.

Seit Ende Februar waren die Ölpreise massiv nach oben geschnellt. Zeitweise lag der Preis für Öl der Nordseesorte Brent bei 126 Dollar je Fass. Iran blockiert den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, über die vor dem Krieg ein Fünftel des weltweiten Bedarfs an Öl und Flüssigerdgas verschifft wurde.

Zudem sind Ölförderanlagen in der Region beschädigt worden. Es dürfte Monate dauern wird, bis sich die Lage normalisiert und die Infrastruktur wieder hergestellt ist.

Bundesbankpräsident Joachim Nagel warnt. Der Iran-Krieg und der damit verbundene Energiepreis-Schock verhindere eine Erholung der wirtschaftlichen Entwicklung im Land. Ein hoher Ölpreis lässt nicht nur die Verbraucherpreise anziehen - hohe Energiekosten bedeuten zudem eine Belastung für die Unternehmen.

Positiv wirkte am Rohstoffmarkt auch eine aktuelle Analyse der US-Bank Goldman Sachs. Die Fachleute senkten ihre Ölpreis-Prognose für 2027 auf 80 Dollar pro Barrel und verwiesen dabei auf ein steigendes Angebot sowie eine schwächere Nachfrage, da China verstärkt auf Elektroautos setze.

Von den sinkenden Ölpreisen profitieren Aktien aus den Bereichen Reise und Touristik. Im MDAX gehören TUI und die Titel der Lufthansa zu den größten Gewinnern. Auch die Aktien des Flugzeugbauers Airbus und der Triebwerkszuliefererer MTU und Safran gewannen deutlich.

Der Flughafenbetreiber Fraport berichtet davon, dass die Zahl der Passagiere am Frankfurter Flughafen im Mai um 2,7 Prozent gestiegen war. Auch das kommt an der Börse gut an.

Von Konjunkturseite gab es ebenfalls gute Nachrichten: Der Tankrabatt hat den Inflationsschub in Deutschland gebremst. Im Mai lagen die Verbraucherpreise um 2,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, bestätigte das Statistische Bundesamt eine erste Schätzung. Noch im April hatte der Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs die Teuerungsrate mit 2,9 Prozent auf den höchsten Stand seit Januar 2024 getrieben.

Für Energieprodukte mussten die Menschen hierzulande 6,6 Prozent mehr bezahlen als ein Jahr zuvor. Damit schwächte sich der Preisauftrieb deutlich ab: Im April hatten die Energiepreise noch um 10,1 Prozent angezogen.

In den USA gab es zu Wochenschluss ein fulminantes Börsendebut. Aktien des Raumfahrt- und Technologie-Konzerns SpaceX sind jetzt an der Technologiebörse Nasdaq handelbar. Es ist der bislang größte Börsengang aller Zeiten. Der Ausgabepreis lag bei 135 Dollar je Aktie. Der erste Kurs wurde 11 Prozent höher bei 150 Dollar festgestellt. In den ersten Handelsminuten stieg das Papier bis auf 168,75 Dollar.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Der Markt wird sich nicht lange mit bloßen Absichtserklärungen zufriedengeben.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

  • Die Ölpreise könnten weiter fallen, wenn das Angebot steigt und die Nachfrage sinkt.

    Möglich · Mittelfristig

Offene Fragen

  • Wird das Abkommen tatsächlich unterzeichnet?
  • Wie stabil sind die fallenden Ölpreise?
  • Welche langfristigen Auswirkungen hat der Iran-Konflikt auf die Weltwirtschaft?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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